Darmspiegelung (Koloskopie) beim Magendarm-Spezialist in Bern
- Untersuchung: Vollständige Spiegelung des Dickdarms, bei Bedarf einschliesslich des letzten Dünndarmabschnitts.
- Darmkrebsvorsorge: Bei durchschnittlichem Risiko in der Schweiz üblicherweise ab dem 50. Lebensjahr.
- Untersuchungsdauer: Meist etwa 20–45 Minuten; bei zusätzlichen Eingriffen gegebenenfalls länger.
- Gesamter Aufenthalt: Planen Sie ungefähr 90 Minuten oder je nach Untersuchungsablauf mehr Zeit ein.
- Vorbereitung: Darmreinigung mit einem speziellen Abführmittel nach unseren schriftlichen Anweisungen.
- Sedierung: In der Regel Untersuchung im Kurzschlaf mit Überwachung der Vitalfunktionen.
- Polypenentfernung: Viele Darmpolypen können direkt während der Untersuchung entfernt werden.
- Erholung: Nach der Sedierung erfolgt eine Überwachung in unserem Aufwachraum.
- Nach der Untersuchung: Essen und Trinken sind nach einer unkomplizierten Koloskopie meist wieder möglich, sobald Sie ausreichend wach sind.
- Strassenverkehr: Nach einer Sedierung für 24 Stunden kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.
Unsere zentral gelegene Praxis am Waisenhausplatz in Bern ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Wir betreuen Patientinnen und Patienten aus der Region Bern sowie aus anderen Teilen der Schweiz.
Was ist eine Darmspiegelung (Koloskopie)?
Bei einer Darmspiegelung, medizinisch Koloskopie genannt, wird die Schleimhaut des Dickdarms mit einem flexiblen Endoskop untersucht.
Das sogenannte Koloskop besitzt eine hochauflösende Kamera, eine Lichtquelle und einen Arbeitskanal für spezielle Instrumente. Es wird vorsichtig über den After eingeführt und durch den Dickdarm bis zum Blinddarm vorgeschoben. Bei entsprechender Fragestellung kann zusätzlich der letzte Abschnitt des Dünndarms untersucht werden.
Die Koloskopie ermöglicht die direkte Erkennung von Schleimhautveränderungen und bietet gegenüber rein bildgebenden Untersuchungen einen wichtigen Vorteil: Verdächtige Veränderungen können gezielt biopsiert und viele Darmpolypen bereits während derselben Untersuchung entfernt werden.
Wann ist eine Darmspiegelung sinnvoll?
Eine Koloskopie kann sowohl bei beschwerdefreien Personen zur Darmkrebsvorsorge als auch zur Abklärung bestehender Beschwerden empfohlen werden.
Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren
Darmkrebs gehört zu den häufigeren Krebserkrankungen in der Schweiz. Viele Darmtumoren entwickeln sich über mehrere Jahre aus zunächst gutartigen Vorstufen, sogenannten adenomatösen oder bestimmten serratierten Polypen.
Bei der Vorsorgekoloskopie können solche Veränderungen erkannt und häufig unmittelbar entfernt werden, bevor daraus Darmkrebs entsteht.
In der Schweiz wird Menschen mit durchschnittlichem Darmkrebsrisiko eine strukturierte Früherkennung üblicherweise ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.
Als Vorsorgemethoden stehen insbesondere die Darmspiegelung und der FIT-Stuhltest zur Verfügung. Bei unauffälliger Koloskopie ist eine erneute Vorsorgeuntersuchung bei durchschnittlichem Risiko normalerweise erst nach zehn Jahren notwendig.
Bei familiärer Vorbelastung oder anderen Risikofaktoren können frühere Untersuchungen und kürzere Kontrollintervalle erforderlich sein.
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Blut im Stuhl und unklarer Eisenmangel
Sichtbares Blut im Stuhl oder ein positiver FIT-Stuhltest können Hinweise auf Darmpolypen, Entzündungen oder andere Erkrankungen des Dickdarms sein.
Auch ein unklarer Eisenmangel beziehungsweise eine Eisenmangelanämie kann eine endoskopische Abklärung erforderlich machen.
Die Darmspiegelung ermöglicht es, mögliche Blutungsquellen zu erkennen und die Ursache genauer zu untersuchen.
Anhaltender Durchfall und veränderte Stuhlgewohnheiten
Chronischer Durchfall, neu aufgetretene Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder unklare Bauchbeschwerden können unterschiedliche Ursachen haben.
Eine Koloskopie kann insbesondere bei Verdacht auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, mikroskopische Kolitis oder andere organische Erkrankungen des Dickdarms sinnvoll sein.
Nicht jede Verstopfung und nicht jeder Durchfall erfordert jedoch eine Darmspiegelung. Die Indikation richtet sich nach den Beschwerden, dem Alter, möglichen Warnzeichen und der individuellen Risikosituation.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehört die Koloskopie zu den wichtigsten Untersuchungen für Diagnose, Beurteilung der Entzündungsaktivität und Verlaufskontrolle.
Durch gezielte Gewebeproben können entzündliche Veränderungen histologisch untersucht werden.
Bei Patienten mit langjähriger Beteiligung des Dickdarms können ausserdem regelmässige endoskopische Überwachungsuntersuchungen zur Früherkennung von Dysplasien notwendig sein.
Familiäre Vorbelastung für Darmkrebs
Wenn nahe Angehörige an Darmkrebs erkrankt sind oder bestimmte erbliche Tumorsyndrome vorliegen, kann das persönliche Darmkrebsrisiko erhöht sein.
In diesen Fällen werden Beginn und Häufigkeit der Vorsorge individuell festgelegt. Eine Koloskopie kann bereits vor dem 50. Lebensjahr angezeigt sein.
Welche Erkrankungen können durch eine Darmspiegelung erkannt werden?
Die Darmspiegelung ermöglicht die Untersuchung zahlreicher organischer Erkrankungen des Dickdarms.
Zu den wichtigsten Befunden gehören:
- Darmpolypen: Gutartige oder potenziell krebsrelevante Schleimhautveränderungen.
- Darmkrebs: Bösartige Tumoren des Dickdarms oder Mastdarms.
- Colitis ulcerosa: Chronische Entzündung der Dickdarmschleimhaut.
- Morbus Crohn: Chronisch-entzündliche Darmerkrankung mit möglicher Beteiligung von Dick- und Dünndarm.
- Mikroskopische Kolitis: Eine Ursache chronischer wässriger Durchfälle, die häufig erst durch Gewebeproben erkennbar wird.
- Divertikulose: Ausstülpungen der Dickdarmwand.
- Durchblutungsstörungen: Beispielsweise eine ischämische Kolitis.
- Weitere entzündliche Veränderungen: Beispielsweise bestimmte infektiöse oder medikamentös bedingte Darmentzündungen.
Auch Veränderungen im Enddarm und Hinweise auf Hämorrhoiden können erkannt werden. Zur gezielten Beurteilung von Hämorrhoiden und Erkrankungen des Analkanals ist jedoch häufig eine ergänzende Proktoskopie oder Anoskopie besser geeignet.
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Darmpolypen erkennen und direkt entfernen
Ein besonderer Vorteil der Darmspiegelung ist die Möglichkeit, Darmpolypen unmittelbar während der Untersuchung abzutragen.
Darmpolypen sind Schleimhautwucherungen, die häufig keine Beschwerden verursachen. Bestimmte Polypentypen können sich jedoch über Jahre zu Darmkrebs entwickeln.
Die Entfernung solcher Vorstufen ist ein wichtiger Bestandteil der Darmkrebsprävention.
Welche Methoden zur Polypenentfernung gibt es?
Je nach Grösse, Form, Lage und Beschaffenheit des Polypen kommen unterschiedliche endoskopische Verfahren zum Einsatz:
- Kaltschlingenpolypektomie (Cold Snare Polypectomy, CSP): Schonende Entfernung kleiner und bestimmter mittelgrosser Polypen ohne elektrischen Strom.
- Endoskopische Mukosaresektion (EMR): Entfernung ausgewählter grösserer oder flacher Schleimhautveränderungen.
- Unterwasser-EMR (U-EMR): Spezielle Resektionstechnik bei geeigneten Läsionen.
- Endoskopische Submukosadissektion (ESD): Präzise Entfernung ausgewählter komplexer Veränderungen.
- Endoskopische Vollwandresektion (EFTR): Behandlung bestimmter schwer zugänglicher oder tiefer reichender Veränderungen.
Die Wahl der geeigneten Technik erfolgt anhand des individuellen endoskopischen Befundes.
Bei komplexen Veränderungen kann eine separate therapeutische Endoskopie sinnvoll sein, um eine möglichst vollständige und sichere Entfernung zu gewährleisten.
Wie bereite ich mich auf eine Darmspiegelung vor?
Eine gründliche Darmvorbereitung ist entscheidend für die Qualität der Koloskopie.
Nur bei ausreichend gereinigtem Darm können auch kleine Polypen und subtile Schleimhautveränderungen zuverlässig erkannt werden.
Ernährung vor der Darmspiegelung
In den Tagen vor der Koloskopie wird die Ernährung entsprechend unseren Vorbereitungsanweisungen angepasst.
Häufig wird empfohlen, etwa drei Tage vor der Untersuchung auf schwer verdauliche körner- und samenhaltige Lebensmittel zu verzichten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Vollkornprodukte mit ganzen Körnern.
- Müsli mit Samen oder Kernen.
- Leinsamen und Chiasamen.
- Kiwi, Beeren und andere Früchte mit vielen kleinen Kernen.
- Bestimmte schwer verdauliche Gemüsearten.
Am Vortag sind je nach Vorbereitungsplan noch leichte Mahlzeiten erlaubt. Anschliessend wird auf feste Nahrung verzichtet.
Die genauen Ernährungsvorgaben hängen vom eingesetzten Darmreinigungspräparat und dem individuellen Untersuchungsablauf ab.
Darmreinigung mit Abführmittel
Vor der Koloskopie wird ein speziell dafür vorgesehenes Abführmittel eingenommen.
Bei der häufig verwendeten geteilten Vorbereitung (Split-Dose) erfolgt die Einnahme in zwei Abschnitten: Ein Teil am Vorabend und ein weiterer Teil am Untersuchungstag.
Diese Vorgehensweise verbessert in vielen Fällen die Reinigungsqualität.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Die Art und Menge der erlaubten Flüssigkeiten richten sich nach dem verwendeten Präparat.
Bitte halten Sie sich genau an die schriftlichen Vorbereitungsanweisungen von Vivomed. Eine unzureichende Darmreinigung kann dazu führen, dass Veränderungen übersehen werden oder die Untersuchung wiederholt werden muss.
Welche Medikamente muss ich beachten?
Informieren Sie uns vor der Darmspiegelung über alle regelmässig eingenommenen Medikamente.
Besonders wichtig sind:
- Blutverdünnende Medikamente.
- Insulin und andere Diabetesmedikamente.
- GLP-1-basierte Medikamente wie Semaglutid oder Tirzepatid.
- Medikamente bei Nierenerkrankungen oder relevanten Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Eisenpräparate.
Ob einzelne Medikamente angepasst oder pausiert werden müssen, wird individuell festgelegt. Setzen Sie insbesondere blutverdünnende Medikamente nicht eigenständig ab.
Wie läuft eine Darmspiegelung bei Vivomed Bern ab?
1. Aufnahme und Vorbereitung
Vor der Untersuchung werden die medizinischen Angaben und die Darmvorbereitung überprüft.
Wir erläutern den Untersuchungsablauf und besprechen die geplante Sedierung.
2. Sedierung – Darmspiegelung im Kurzschlaf
Die Koloskopie wird bei Vivomed in der Regel unter einer individuell angepassten Sedierung durchgeführt.
Dadurch schlafen Sie während der Untersuchung und nehmen diese meist kaum oder nicht bewusst wahr.
Während der Sedierung werden wichtige Vitalfunktionen überwacht.
3. Untersuchung des Dickdarms
Das flexible Koloskop wird vorsichtig über den After in den Dickdarm eingeführt.
Der Darm wird systematisch untersucht. Insbesondere beim langsamen Zurückziehen des Endoskops wird die Schleimhaut sorgfältig beurteilt.
Je nach Befund können Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt werden.
4. Erholung im Aufwachraum
Nach der Untersuchung werden Sie in unserem Aufwachraum betreut und überwacht, bis Sie ausreichend wach und kreislaufstabil sind.
Die Erholungszeit hängt von der Sedierung und den individuellen Voraussetzungen ab.
5. Befundbesprechung und Nachbetreuung
Die wesentlichen endoskopischen Befunde besprechen wir in der Regel noch am Untersuchungstag mit Ihnen.
Wenn Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt wurden, erfolgt zusätzlich eine histologische Untersuchung.
Auf Grundlage der Ergebnisse wird festgelegt, ob und wann eine weitere Kontrolle notwendig ist.
Wann ist die nächste Darmspiegelung notwendig?
Das Kontrollintervall nach einer Koloskopie hängt insbesondere von der Qualität der Untersuchung, den gefundenen Veränderungen und dem persönlichen Darmkrebsrisiko ab.
Bei einer vollständig unauffälligen Vorsorgekoloskopie ist bei durchschnittlichem Risiko normalerweise ein Kontrollintervall von zehn Jahren vorgesehen.
Nach einer Polypenentfernung richtet sich die Nachsorge unter anderem nach:
- Anzahl der entfernten Polypen.
- Grösse und Lokalisation.
- Histologischem Polypentyp.
- Vorliegen einer Dysplasie.
- Vollständigkeit der Entfernung.
- Qualität der Darmvorbereitung.
- Individuellen Risikofaktoren und familiärer Vorbelastung.
Je nach Risikokonstellation können Kontrollen bereits nach wenigen Monaten oder erst nach mehreren Jahren angezeigt sein.
Die Empfehlung zur nächsten Darmspiegelung wird deshalb individuell anhand des endoskopischen und histologischen Befundes festgelegt.
Welche Risiken hat eine Darmspiegelung?
Die diagnostische Koloskopie ist ein etabliertes Verfahren mit insgesamt niedrigem Komplikationsrisiko.
Dennoch können wie bei jeder endoskopischen Untersuchung unerwünschte Ereignisse auftreten.
Mögliche Risiken sind:
- Blähungen und Bauchdruck: Vorübergehende Beschwerden durch die Entfaltung des Darms während der Untersuchung.
- Blutungen: Insbesondere nach der Entfernung von Polypen.
- Perforation: Seltene Verletzung beziehungsweise Durchbruch der Darmwand.
- Sedationsbedingte Komplikationen: Beispielsweise Atem- oder Kreislaufprobleme.
- Unverträglichkeitsreaktionen: Auf Medikamente oder Darmreinigungspräparate.
Das individuelle Risiko hängt unter anderem vom Gesundheitszustand und davon ab, ob eine rein diagnostische Untersuchung oder ein therapeutischer Eingriff durchgeführt wird.
Bei stärkeren Bauchschmerzen, Fieber, anhaltenden Blutungen oder Kreislaufbeschwerden nach der Untersuchung ist eine unverzügliche ärztliche Beurteilung notwendig.
Was kostet eine Darmspiegelung in der Schweiz?
Bei medizinischer Indikation werden die Kosten einer Koloskopie grundsätzlich im Rahmen der geltenden schweizerischen Krankenversicherungsregelungen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen.
Auch die Darmkrebsvorsorge kann bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen von der Grundversicherung übernommen werden. Je nach Kanton, Vorsorgeprogramm und Versicherungsmodell gelten besondere Regelungen.
Franchise und Selbstbehalt können anfallen.
Patienten mit freier Arztwahl können sich in der Regel direkt anmelden. Bei Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modellen müssen die jeweiligen Vorgaben berücksichtigt werden.
Warum eine Darmspiegelung bei Vivomed – Gastroenterologie Bern?
Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern verbinden wir moderne hochauflösende Endoskopie mit langjähriger gastroenterologischer Erfahrung und individueller Betreuung.
Dr. med. Stefan Schlosser ist Facharzt FMH für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin und verfügt über umfassende Erfahrung in der diagnostischen und interventionellen Endoskopie.
Unsere Praxis bietet:
- Moderne Endoskopietechnik: Hochauflösende Bildgebung zur differenzierten Beurteilung der Darmschleimhaut.
- Schonende Sedierung: Für eine möglichst angenehme Darmspiegelung.
- Polypenentfernung: Endoskopische Entfernung geeigneter Polypen direkt während der Untersuchung.
- Spezialisierte interventionelle Endoskopie: Erfahrung mit komplexeren endoskopischen Resektionsverfahren.
- Persönliche Betreuung: Individuelle Vorbereitung, Untersuchung und Befundbesprechung.
- Kurze Terminwege: Flexible Terminplanung entsprechend der aktuellen Verfügbarkeit und medizinischen Dringlichkeit.
- Zentrale Lage: Gut erreichbare Praxis am Waisenhausplatz im Zentrum von Bern.
Eine sorgfältige Darmvorbereitung, moderne Technik und eine strukturierte Untersuchung bilden die Grundlage für eine hohe Untersuchungsqualität.
Darmspiegelung bei Vivomed Bern – jetzt Termin vereinbaren
Sie möchten eine Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge durchführen lassen oder Beschwerden wie Blut im Stuhl, anhaltenden Durchfall oder unklare Bauchschmerzen abklären?
Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern beraten wir Sie über die geeignete Untersuchung und die notwendige Vorbereitung.
Vereinbaren Sie einen Termin für Ihre Darmspiegelung (Koloskopie) in Bern.
Häufige Fragen zur Darmspiegelung – Vorbereitung, Ablauf und Nachsorge
Wer führt die Untersuchung durch?
Die Darmspiegelung wird bei Vivomed – Gastroenterologie Bern durch entsprechend qualifizierte Fachärzte für Gastroenterologie durchgeführt.
Dr. med. Stefan Schlosser verfügt über langjährige Erfahrung in der diagnostischen und interventionellen Endoskopie.
Wir legen Wert auf moderne Untersuchungsgeräte, standardisierte Hygieneprozesse und eine persönliche Betreuung vor, während und nach der Koloskopie.
Ist eine Darmspiegelung schmerzhaft?
Die Koloskopie wird bei Vivomed in der Regel unter einer schonenden Sedierung durchgeführt. Dadurch schlafen Sie während der Untersuchung und nehmen diese meist kaum wahr.
Ohne Sedierung kann die Darmspiegelung vorübergehend ein Druckgefühl oder Schmerzen verursachen.
Nach der Untersuchung können leichte Blähungen auftreten, die normalerweise rasch wieder abklingen.
Was darf ich vor der Darmspiegelung essen?
Die Ernährung wird in den Tagen vor der Koloskopie angepasst, damit der Darm gründlich gereinigt werden kann.
Häufig wird empfohlen, ungefähr drei Tage vor der Untersuchung auf körner- und samenhaltige Lebensmittel zu verzichten, beispielsweise Vollkornprodukte mit ganzen Körnern, Beeren, Kiwi oder Müsli mit Samen.
Am Vortag ist je nach Vorbereitungsplan noch ein leichtes Frühstück erlaubt. Danach wird auf feste Nahrung verzichtet und die Darmreinigung mit dem verordneten Abführmittel durchgeführt.
Bitte folgen Sie den schriftlichen Vorbereitungsanweisungen von Vivomed. Diese haben Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen.
Wie funktioniert die Darmreinigung vor der Koloskopie?
Für die Darmspiegelung erhalten Sie ein spezielles Abführmittel, das den Dickdarm möglichst vollständig entleert.
Häufig erfolgt die Einnahme aufgeteilt am Vorabend und am Morgen des Untersuchungstags (Split-Dose).
Zusätzlich ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entsprechend dem Vorbereitungsplan notwendig.
Eine gute Darmreinigung ist entscheidend, damit auch kleine Polypen und Schleimhautveränderungen erkannt werden können.
Wie lange dauert eine Darmspiegelung?
Die eigentliche Koloskopie dauert meistens ungefähr 20 bis 45 Minuten. Wenn Polypen entfernt oder zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden, kann sie länger dauern.
Für Vorbereitung, Sedierung, Erholung und Befundbesprechung sollten Sie insgesamt ungefähr 90 Minuten oder je nach Ablauf mehr Zeit einplanen.
Wie läuft eine Darmspiegelung ab?
Nach der Anmeldung und Vorbereitung erfolgt die Untersuchung üblicherweise unter Sedierung.
Ein flexibles Koloskop wird vorsichtig durch den Dickdarm geführt. Dabei wird die Darmschleimhaut systematisch untersucht.
Bei Bedarf können Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt werden.
Anschliessend erholen Sie sich in unserem Aufwachraum und erhalten eine Besprechung der wesentlichen Befunde.
Was passiert, wenn Polypen entdeckt werden?
Viele Darmpolypen können bereits während der Untersuchung entfernt werden.
Hierfür verwenden wir je nach Grösse und Beschaffenheit unterschiedliche endoskopische Verfahren, beispielsweise die Kaltschlingenpolypektomie oder spezialisierte Resektionstechniken.
Entfernte Polypen werden bei entsprechender Indikation histologisch untersucht.
Ob eine Nachkontrolle erforderlich ist und wann diese erfolgen sollte, hängt insbesondere von Anzahl, Grösse, Histologie und Vollständigkeit der Polypenentfernung ab.
Wann darf ich nach einer Darmspiegelung wieder essen?
Nach einer unkomplizierten diagnostischen Darmspiegelung dürfen Sie in der Regel wieder essen und trinken, sobald Sie ausreichend wach sind und keine medizinischen Einschränkungen bestehen.
Nach der Entfernung grösserer Polypen oder anderen therapeutischen Eingriffen können besondere Ernährungsempfehlungen erforderlich sein.
Wann darf ich nach der Darmspiegelung nach Hause?
Die Koloskopie erfolgt bei Vivomed meist ambulant.
Nach einer Sedierung werden Sie zunächst in unserem Aufwachraum überwacht. Sobald Sie ausreichend wach und kreislaufstabil sind, können Sie in der Regel nach Hause gehen.
Die genaue Überwachungsdauer hängt von der Sedierung und Ihrem individuellen Gesundheitszustand ab.
Wann darf ich nach einer Darmspiegelung wieder Auto fahren?
Nach einer Darmspiegelung unter Sedierung dürfen Sie für 24 Stunden kein Auto oder Motorrad fahren und keine Maschinen bedienen.
Auch eine aktive Teilnahme am Strassenverkehr, beispielsweise mit dem Fahrrad, sollte während dieser Zeit vermieden werden.
Bitte organisieren Sie nach Möglichkeit eine Begleitperson für Ihren Heimweg.
Wie oft muss eine Darmspiegelung wiederholt werden?
Bei einer vollständig unauffälligen Vorsorgekoloskopie ist bei durchschnittlichem Darmkrebsrisiko normalerweise erst nach zehn Jahren eine erneute Untersuchung vorgesehen.
Nach einer Polypenentfernung hängt das Kontrollintervall insbesondere von Anzahl, Grösse und histologischem Typ der entfernten Polypen ab.
Je nach Befund kann eine Kontrolle bereits nach wenigen Monaten, nach mehreren Jahren oder erst nach zehn Jahren angezeigt sein.
Bei familiärer Vorbelastung und bestimmten chronischen Darmerkrankungen können andere Intervalle gelten.
Welche Risiken hat eine Darmspiegelung?
Die Koloskopie ist eine etablierte Untersuchung mit insgesamt niedrigem Komplikationsrisiko.
Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehende Blähungen oder Bauchbeschwerden.
Selten können Blutungen, Verletzungen der Darmwand oder sedationsbedingte Komplikationen auftreten. Bei Polypenentfernungen hängt das Risiko unter anderem von Grösse und Art des Eingriffs ab.
Vor der Untersuchung erfolgt eine individuelle ärztliche Risikoaufklärung.
Ab welchem Alter wird eine Darmspiegelung zur Vorsorge empfohlen?
In der Schweiz wird die Darmkrebsfrüherkennung für Personen mit durchschnittlichem Risiko üblicherweise ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.
Bei familiärer Vorbelastung, bestimmten erblichen Tumorsyndromen oder weiteren Risikofaktoren kann eine frühere Koloskopie notwendig sein.
Als alternative Vorsorgemethode steht für geeignete Personen auch der FIT-Stuhltest zur Verfügung.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Darmspiegelung?
Bei medizinischer Indikation werden die Kosten einer Koloskopie in der Regel im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Franchise und Selbstbehalt bleiben vorbehalten.
Für die Darmkrebsvorsorge gelten besondere Regelungen, insbesondere bei kantonalen Screeningprogrammen.
Patienten mit freier Arztwahl können sich normalerweise direkt anmelden. Bei Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modellen müssen die Vorgaben des jeweiligen Versicherers eingehalten werden.
Wie schnell bekomme ich einen Termin zur Darmspiegelung bei Vivomed?
Vivomed bietet eine flexible Terminplanung und kann häufig kurzfristige Termine für Darmspiegelungen anbieten.
Die tatsächliche Wartezeit richtet sich nach der aktuellen Verfügbarkeit und der medizinischen Dringlichkeit.
Wir betreuen sowohl Patienten aus der Region Bern als auch überregional zugewiesene Patienten.
Wie kann ich eine Darmspiegelung bei Vivomed Bern buchen?
Sie können sich direkt telefonisch, über unsere Kontaktseite oder über den verfügbaren Online-Terminservice anmelden.
Unser Team unterstützt Sie bei der Terminplanung und informiert Sie über die notwendige Darmvorbereitung.
Vivomed – Gastroenterologie Bern
Waisenhausplatz 28
3011 Bern
Telefon: 031 333 32 36
E-Mail: vivomed@hin.ch
Wissenschaftliche Grundlagen und Leitlinien
Die bei Vivomed – Gastroenterologie Bern durchgeführte Darmspiegelung (Koloskopie) orientiert sich an wissenschaftlich fundierten Empfehlungen und internationalen Qualitätsstandards der European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE). Diese bilden eine wichtige Grundlage für die Darmkrebsvorsorge, die sorgfältige Untersuchung der Dickdarmschleimhaut, die endoskopische Entfernung von Darmpolypen und die Festlegung individueller Kontrollintervalle.
- ESGE – Qualitätsstandards der Darmspiegelung.
Kaminski MF, et al. Performance measures for lower gastrointestinal endoscopy: a European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) quality improvement initiative.
Endoscopy. 2017.
ESGE-Empfehlungen zur Qualität der Koloskopie → - ESGE – Darmvorbereitung vor der Koloskopie.
Hassan C, et al. Bowel preparation for colonoscopy: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Guideline – Update 2019.
Endoscopy. 2019;51:775–794.
ESGE-Leitlinie zur Darmreinigung → - ESGE – Endoskopische Entfernung von Darmpolypen und Mukosaresektion (EMR).
Ferlitsch M, et al. Colorectal polypectomy and endoscopic mucosal resection: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Guideline – Update 2024.
Endoscopy. 2024;56:516–545.
Aktuelle ESGE-Leitlinie zur Polypenentfernung → - ESGE – Kontrollintervalle nach der Entfernung von Darmpolypen.
Hassan C, et al. Post-polypectomy colonoscopy surveillance: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Guideline – Update 2020.
Endoscopy. 2020;52:687–700.
ESGE-Leitlinie zur Nachsorge nach Polypektomie → - ESGE / UEG – Qualitätsindikatoren zur Früherkennung von Darmpolypen.
Kaminski MF, et al. Performance measures for lower gastrointestinal endoscopy: a European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) quality improvement initiative.
United European Gastroenterology Journal. 2017;5:309–334.
Qualitätsindikatoren für die Darmspiegelung →
Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten zur Darmkrebsvorsorge bei Vivomed Bern und zur Kapselendoskopie des Dünndarms.