Enddarmspiegelung in Bern – schonende Proktoskopie und Anoskopie bei Vivomed

Gezielte Untersuchung von Analkanal und unterem Enddarm bei Hämorrhoiden, Blutungen, Schmerzen und anderen proktologischen Beschwerden.

Blut am Toilettenpapier, Schmerzen beim Stuhlgang, Juckreiz am After oder ein unangenehmes Druckgefühl im Enddarm sind häufige Beschwerden. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Hämorrhoiden und Analfissuren bis zu Entzündungen oder anderen Veränderungen im Anal- und Enddarmbereich.

Eine Enddarmspiegelung (Proktoskopie oder Anoskopie) ermöglicht eine schnelle und gezielte Untersuchung des Analkanals und des unteren Enddarms. Sie hilft, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und eine geeignete Behandlung festzulegen.

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern führen wir proktologische Untersuchungen mit schonenden Verfahren und individueller Betreuung durch. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und kann häufig ohne Sedierung erfolgen.

Bei entsprechender Indikation lassen sich bestimmte Veränderungen auch direkt behandeln, beispielsweise innere Hämorrhoiden durch eine Gummibandligatur.

Unser Ziel ist eine präzise, möglichst angenehme Untersuchung und eine zielgerichtete Behandlung Ihrer Beschwerden.

Was ist eine Enddarmspiegelung?

Die Enddarmspiegelung ist eine Untersuchung des unteren Verdauungstrakts. Je nach medizinischer Fragestellung werden dafür unterschiedliche Instrumente verwendet.

Im engeren Sinn unterscheiden wir zwischen der Anoskopie, Proktoskopie und Rektoskopie.

Anoskopie – Untersuchung des Analkanals

Bei der Anoskopie wird ein kurzes, beleuchtetes Untersuchungsinstrument vorsichtig in den Analkanal eingeführt.

Damit können insbesondere die Schleimhaut des Analkanals, innere Hämorrhoiden und lokale Veränderungen beurteilt werden.

Die Anoskopie eignet sich besonders bei Beschwerden wie Blutungen, Juckreiz, Brennen oder Verdacht auf Hämorrhoiden.

Proktoskopie – Untersuchung von Analkanal und unterem Enddarm

Die Proktoskopie ermöglicht die direkte Untersuchung des Analkanals und des unteren Mastdarms mit einem geeigneten Proktoskop.

Sie wird insbesondere bei Hämorrhoiden, Blutungen und anderen lokalen Beschwerden eingesetzt.

Je nach Befund können kleine proktologische Behandlungen direkt während der Untersuchung durchgeführt werden.

Rektoskopie – weiterführende Mastdarmspiegelung

Die Rektoskopie untersucht den Mastdarm über einen grösseren Abschnitt als eine reine Anoskopie oder Proktoskopie.

Sie kommt beispielsweise bei unklaren rektalen Blutungen, entzündlichen Veränderungen oder bestimmten Tumorfragestellungen infrage.

Bei Vivomed wird die Rektoskopie auf einer eigenen Leistungsseite ausführlicher erklärt.

Mehr zur Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) bei Vivomed erfahren →

Was ist der Unterschied zur Darmspiegelung?

Die Proktoskopie und Anoskopie untersuchen nur den Analkanal und den unmittelbar angrenzenden Enddarm.

Bei einer vollständigen Darmspiegelung (Koloskopie) wird dagegen der gesamte Dickdarm und gegebenenfalls der letzte Abschnitt des Dünndarms untersucht.

Wenn die Beschwerden auf eine lokale Ursache im Analbereich hinweisen, kann eine Proktoskopie zunächst ausreichend sein.

Bei Blut im Stuhl, unklarer Blutarmut, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder erhöhtem Darmkrebsrisiko kann zusätzlich eine Koloskopie notwendig sein.

Wichtig: Der Nachweis von Hämorrhoiden schliesst andere Blutungsursachen im Dickdarm nicht aus.

Weitere Informationen zur Darmspiegelung (Koloskopie) bei Vivomed →

Wann ist eine Enddarmspiegelung sinnvoll?

Eine Proktoskopie oder Anoskopie ist besonders bei Beschwerden im Bereich des Afters und unteren Enddarms sinnvoll.

Die Untersuchung kann helfen, lokale Veränderungen zu erkennen und die Ursache der Beschwerden gezielt abzuklären.

Blut am Toilettenpapier oder Blut beim Stuhlgang

Hellrotes Blut am Toilettenpapier oder auf dem Stuhl kann durch Hämorrhoiden oder kleine Verletzungen im Analbereich verursacht werden.

Allerdings können auch andere Erkrankungen zu rektalen Blutungen führen.

Die Proktoskopie ermöglicht die Untersuchung des Analkanals und kann häufig eine lokale Blutungsquelle erkennen.

Wenn keine ausreichende Erklärung gefunden wird oder zusätzliche Risikofaktoren bestehen, ist gegebenenfalls eine weiterführende Darmspiegelung notwendig.

Hämorrhoiden – vergrösserte Gefässpolster am After

Hämorrhoiden sind normale Gefässpolster im Analkanal, die zur Feinabdichtung des Enddarms beitragen.

Wenn diese vergrössert sind oder Beschwerden verursachen, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden.

Typische Beschwerden sind:

  • Hellrote Blutungen beim Stuhlgang.
  • Juckreiz und Brennen am After.
  • Nässen oder Schleimabgang.
  • Fremdkörpergefühl.
  • Vorfall von Gewebe beim Pressen.
  • Probleme bei der Analhygiene.

Mit der Proktoskopie können insbesondere innere Hämorrhoiden beurteilt und ihr Ausmass eingeschätzt werden.

Je nach Schweregrad und Beschwerden kommen konservative Massnahmen, eine Gummibandligatur oder andere Behandlungen infrage.

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Analfissur – Schmerzen beim Stuhlgang

Eine Analfissur ist ein Einriss der empfindlichen Haut beziehungsweise Schleimhaut im Bereich des Analkanals.

Typisch sind stechende Schmerzen während oder nach dem Stuhlgang, gelegentlich begleitet von hellrotem Blut am Toilettenpapier.

Bei Verdacht auf eine schmerzhafte Analfissur erfolgt zunächst eine vorsichtige äussere Untersuchung.

Eine instrumentelle Untersuchung kann bei ausgeprägten Schmerzen vorübergehend nicht sinnvoll oder nicht tolerierbar sein und wird entsprechend angepasst.

Juckreiz, Brennen und Nässen am After

Anhaltender Juckreiz oder Brennen im Analbereich kann unterschiedliche Ursachen haben.

Neben Hämorrhoiden kommen beispielsweise Hautreizungen, Entzündungen, Infektionen oder dermatologische Erkrankungen infrage.

Eine gezielte Untersuchung kann helfen, zwischen diesen Ursachen zu unterscheiden und unnötige oder ungeeignete Behandlungen zu vermeiden.

Entzündungen des Analkanals und Enddarms

Entzündliche Veränderungen des Analkanals oder Mastdarms können Blutungen, Schleimabgang, Schmerzen und verstärkten Stuhldrang verursachen.

Zu den möglichen Ursachen gehören:

  • Entzündungen der Analkrypten (Kryptitis).
  • Entzündung des Mastdarms (Proktitis).
  • Infektiöse Erkrankungen.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, beispielsweise Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

Je nach Verdachtsdiagnose können zusätzliche Untersuchungen, Gewebeproben oder eine vollständige Darmspiegelung notwendig sein.

Unklare Veränderungen am After

Knoten, Hautveränderungen, Warzen oder neu aufgetretene Vorwölbungen im Analbereich sollten bei unklarer Ursache ärztlich beurteilt werden.

Die Untersuchung kann helfen, zwischen gutartigen Veränderungen und Befunden zu unterscheiden, die weiter abgeklärt werden müssen.

Wie läuft eine Proktoskopie oder Anoskopie bei Vivomed Bern ab?

Die Untersuchung erfolgt ambulant und dauert meistens nur wenige Minuten.

1. Vorgespräch und Beurteilung der Beschwerden

Zu Beginn besprechen wir Ihre Beschwerden, deren Dauer sowie relevante Vorerkrankungen und bisherige Behandlungen.

Wichtig sind insbesondere Blutungen, Schmerzen, Veränderungen beim Stuhlgang und die Einnahme blutverdünnender Medikamente.

2. Äussere Untersuchung des Analbereichs

Vor der eigentlichen Spiegelung wird der äussere Analbereich vorsichtig untersucht.

Dadurch können beispielsweise äussere Hämorrhoiden, Hautveränderungen, Fissuren oder entzündliche Veränderungen erkannt werden.

Bei entsprechender Indikation erfolgt eine vorsichtige digitale Untersuchung mit dem Finger.

3. Anoskopie oder Proktoskopie

Für die Untersuchung liegen Sie üblicherweise in Linksseitenlage.

Ein kurzes, mit einer Lichtquelle ausgestattetes Untersuchungsinstrument wird vorsichtig in den Analkanal beziehungsweise den unteren Enddarm eingeführt.

Damit können die Schleimhaut, innere Hämorrhoiden und andere Veränderungen direkt beurteilt werden.

Die Untersuchung dauert meistens ungefähr 5 bis 10 Minuten.

4. Behandlung bei entsprechender Indikation

Wenn während der Untersuchung behandlungsbedürftige innere Hämorrhoiden festgestellt werden, kann bei geeigneter Situation eine Gummibandligatur durchgeführt werden.

Ob eine Behandlung direkt erfolgt oder ein separater Termin sinnvoller ist, wird individuell entschieden.

5. Befundbesprechung und Therapieplanung

Die wesentlichen Befunde können normalerweise direkt im Anschluss besprochen werden.

Wir erläutern, welche Behandlung sinnvoll ist und ob zusätzliche Untersuchungen oder Kontrollen erforderlich sind.

Muss ich mich auf eine Enddarmspiegelung vorbereiten?

Für eine einfache Anoskopie oder Proktoskopie ist normalerweise keine spezielle Darmreinigung erforderlich.

In der Regel können Sie vor der Untersuchung normal essen und trinken, sofern keine zusätzliche Untersuchung oder Behandlung geplant ist.

Bei bestimmten Fragestellungen kann ein kleiner Einlauf oder eine begrenzte Vorbereitung des Enddarms sinnvoll sein.

Eine vollständige Darmreinigung wie vor einer Koloskopie ist für eine reine Anoskopie oder Proktoskopie üblicherweise nicht notwendig.

Bitte beachten Sie die individuellen Anweisungen, die Sie von Vivomed erhalten.

Ist eine Enddarmspiegelung schmerzhaft?

Eine Anoskopie oder Proktoskopie wird von den meisten Patienten gut vertragen.

Die Untersuchung erfolgt normalerweise ohne tiefe Sedierung und verursacht häufig nur ein leichtes Druck- oder Dehnungsgefühl.

Bei entzündlichen Veränderungen, Analfissuren oder ausgeprägten Schmerzen kann die Untersuchung jedoch unangenehm sein.

In solchen Fällen wird das Vorgehen individuell angepasst. Eine schmerzhafte Untersuchung muss nicht erzwungen werden.

Hämorrhoidenbehandlung durch Gummibandligatur

Bei Beschwerden durch vergrösserte innere Hämorrhoiden kann eine Gummibandligatur eine wirksame ambulante Behandlungsmöglichkeit sein.

Das Verfahren wird insbesondere bei geeigneten inneren Hämorrhoiden angewendet.

Wie funktioniert eine Gummibandligatur?

Während der Proktoskopie wird ein kleines elastisches Gummiband um die Basis des vergrösserten Hämorrhoidalpolsters gelegt.

Dadurch wird dessen Blutversorgung unterbrochen. Das abgebundene Gewebe stirbt innerhalb einiger Tage ab und löst sich mitsamt dem Gummiband ab.

An der behandelten Stelle entsteht eine kleine Narbe, wodurch sich das Hämorrhoidalpolster verkleinert und besser fixiert wird.

Dies kann Blutungen und andere Beschwerden reduzieren.

Welche Vorteile bietet die Gummibandligatur?

  • Ambulante Behandlung ohne grössere Operation.
  • Kurze Eingriffsdauer.
  • In vielen Fällen keine Allgemeinanästhesie erforderlich.
  • Gezielte Behandlung vergrösserter innerer Hämorrhoiden.
  • Bei Bedarf in mehreren Sitzungen wiederholbar.

Ob eine Gummibandligatur geeignet ist, hängt vom Hämorrhoidengrad, den Beschwerden und individuellen Risikofaktoren ab.

Was muss nach einer Gummibandligatur beachtet werden?

Nach der Behandlung können vorübergehend ein Druckgefühl, leichter Stuhldrang oder geringe Blutungen auftreten.

Etwa einige Tage bis zwei Wochen nach dem Eingriff kann beim Ablösen des abgebundenen Gewebes eine Blutung auftreten.

Selten können stärkere Blutungen, ausgeprägte Schmerzen oder Infektionen entstehen.

Bei starken Schmerzen, Fieber, Harnverhalt oder stärkeren Blutungen ist eine umgehende ärztliche Beurteilung erforderlich.

Bei Einnahme blutverdünnender Medikamente muss das Vorgehen vor einer Gummibandligatur sorgfältig geplant werden.

Wann ist statt einer Proktoskopie eine Darmspiegelung notwendig?

Eine Proktoskopie beurteilt nur den Analkanal und den unmittelbar angrenzenden Enddarm.

Sie kann daher Erkrankungen in höher gelegenen Abschnitten des Dickdarms nicht ausschliessen.

Eine zusätzliche Koloskopie kann insbesondere sinnvoll sein bei:

  • Unklarer oder wiederkehrender rektaler Blutung.
  • Positivem FIT-Stuhltest.
  • Unklarer Eisenmangelanämie.
  • Neu aufgetretenen Veränderungen der Stuhlgewohnheiten.
  • Ungewolltem Gewichtsverlust.
  • Familiärer Vorbelastung für Darmkrebs.
  • Fälliger Darmkrebsvorsorge.

Welche Untersuchung erforderlich ist, richtet sich nach dem individuellen Risiko und dem gesamten klinischen Befund.

Mehr zur Darmspiegelung und Darmkrebsvorsorge bei Vivomed →

Welche Risiken bestehen bei einer Proktoskopie oder Anoskopie?

Die diagnostische Anoskopie und Proktoskopie sind etablierte Untersuchungen mit insgesamt geringem Komplikationsrisiko.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Vorübergehendes Druck- oder Dehnungsgefühl.
  • Leichte Schmerzen bei empfindlichen oder entzündeten Bereichen.
  • Geringe Blutungen bei bereits bestehenden Schleimhautverletzungen.
  • Sehr selten stärkere Verletzungen.

Werden zusätzliche therapeutische Massnahmen durchgeführt, können weitere spezifische Risiken bestehen.

Vor einer Behandlung besprechen wir das geplante Vorgehen und mögliche Komplikationen mit Ihnen.

Was kostet eine Enddarmspiegelung in der Schweiz?

Bei medizinisch begründeter Indikation werden die Kosten einer Proktoskopie oder Anoskopie normalerweise im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen.

Franchise und Selbstbehalt bleiben vorbehalten.

Bei Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modellen sind die Vorgaben des jeweiligen Versicherungsmodells zu berücksichtigen.

Patientinnen und Patienten mit freier Arztwahl können sich in der Regel direkt bei Vivomed anmelden.

Warum eine Enddarmspiegelung bei Vivomed – Gastroenterologie Bern?

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern legen wir Wert auf eine präzise, diskrete und möglichst schonende Abklärung proktologischer Beschwerden.

Unsere Praxis bietet:

  • Erfahrene gastroenterologische Betreuung: Untersuchung und Behandlung durch qualifizierte Fachärzte.
  • Schonende Untersuchungsverfahren: Gezielte Beurteilung des Analkanals und Enddarms.
  • Ambulante Behandlung: Viele Untersuchungen und ausgewählte Therapien sind ohne stationären Aufenthalt möglich.
  • Hämorrhoidenbehandlung: Gummibandligatur bei geeigneter Indikation.
  • Weiterführende Diagnostik: Bei Bedarf Rektoskopie, Koloskopie oder spezialisierte anorektale Funktionsuntersuchungen.
  • Persönliche Beratung: Individuelle Befundbesprechung und Therapieplanung.
  • Zentrale Lage: Gut erreichbare Praxis am Waisenhausplatz im Zentrum von Bern.

Wir betreuen Patienten aus Bern, Biel, Thun, Solothurn sowie aus anderen Regionen der Schweiz.

Termin für eine Proktoskopie oder Anoskopie in Bern vereinbaren

Leiden Sie unter Blutungen beim Stuhlgang, Beschwerden durch Hämorrhoiden, Schmerzen oder Juckreiz am After?

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern bieten wir eine gezielte Abklärung Ihrer Beschwerden und beraten Sie über mögliche Behandlungsmethoden.

Vereinbaren Sie einen Termin für Ihre Enddarmspiegelung in Bern.

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Häufige Fragen zur Enddarmspiegelung – Proktoskopie und Anoskopie

Was ist eine Enddarmspiegelung?

Eine Enddarmspiegelung ist eine Untersuchung des unteren Verdauungstrakts. Mit einer Anoskopie oder Proktoskopie können insbesondere der Analkanal, innere Hämorrhoiden und der untere Mastdarm beurteilt werden. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten.

Was ist der Unterschied zwischen Anoskopie und Proktoskopie?

Bei der Anoskopie wird hauptsächlich der Analkanal mit einem kurzen Untersuchungsinstrument beurteilt. Die Proktoskopie ermöglicht eine etwas weiter reichende Untersuchung des Analkanals und unteren Mastdarms. Beide Verfahren eignen sich besonders zur Abklärung lokaler Beschwerden und von Hämorrhoiden.

Tut eine Enddarmspiegelung weh?

Die Anoskopie und Proktoskopie sind in der Regel gut verträglich und verursachen meist nur ein leichtes Druckgefühl.

Bei Analfissuren, Entzündungen oder anderen schmerzhaften Veränderungen kann die Untersuchung unangenehm sein. In solchen Fällen wird das Vorgehen angepasst.

Brauche ich eine Vorbereitung für die Enddarmspiegelung?

Für eine reine Anoskopie oder Proktoskopie ist normalerweise keine spezielle Darmreinigung erforderlich.

Bei bestimmten Fragestellungen kann ein kleiner Einlauf sinnvoll sein. Die notwendigen Vorbereitungsanweisungen erhalten Sie von Vivomed.

Benötige ich für die Enddarmspiegelung eine Sedierung?
Kann man Hämorrhoiden bei einer Proktoskopie erkennen?

Ja. Die Proktoskopie gehört zu den wichtigsten Untersuchungen zur Beurteilung innerer Hämorrhoiden.

Sie ermöglicht es, vergrösserte Hämorrhoidalpolster zu erkennen und bei geeigneter Indikation auch eine Gummibandligatur durchzuführen.

Wie lange dauert eine Proktoskopie oder Anoskopie?

Die eigentliche Untersuchung dauert häufig etwa 5 bis 10 Minuten. Mit Vorgespräch und Befundbesprechung sollten Sie ungefähr 10 bis 20 Minuten oder je nach Fragestellung mehr Zeit einplanen.

Wie funktioniert eine Gummibandligatur bei Hämorrhoiden?

Bei der Gummibandligatur wird ein kleiner Gummiring um die Basis eines vergrösserten inneren Hämorrhoidalpolsters gelegt.

Dadurch wird dessen Blutversorgung unterbrochen. Das abgebundene Gewebe löst sich nach einigen Tagen ab und die Hämorrhoide verkleinert sich.

Die Behandlung erfolgt normalerweise ambulant.

Wann darf ich nach einer Proktoskopie wieder Auto fahren?

Wenn die Untersuchung ohne Sedierung erfolgt und keine Beschwerden bestehen, ist das Autofahren normalerweise unmittelbar danach möglich.

Falls Medikamente zur Sedierung eingesetzt wurden, gelten entsprechende Einschränkungen für die Teilnahme am Strassenverkehr.

Kann ich nach einer Enddarmspiegelung direkt nach Hause?

Ja. Nach einer unkomplizierten Proktoskopie oder Anoskopie ohne Sedierung können Sie in der Regel unmittelbar nach der Befundbesprechung nach Hause gehen.

Nach einer zusätzlichen Behandlung können individuelle Empfehlungen erforderlich sein.

Wann sollte ich sofort ärztliche Hilfe suchen?

Eine unverzügliche ärztliche Beurteilung ist insbesondere erforderlich bei:

  • Starken oder anhaltenden Blutungen.
  • Ausgeprägten Schmerzen mit Fieber.
  • Rasch zunehmender schmerzhafter Schwellung.
  • Harnverhalt nach einer proktologischen Behandlung.
  • Kreislaufproblemen oder Ohnmacht.
Wann ist eine Darmspiegelung statt einer Proktoskopie erforderlich?

Eine vollständige Darmspiegelung kann beispielsweise bei unklaren Blutungen, positivem FIT-Stuhltest, Eisenmangelanämie, familiärer Vorbelastung für Darmkrebs oder im Rahmen der Darmkrebsvorsorge angezeigt sein.

Die Entscheidung richtet sich nach der individuellen medizinischen Fragestellung.

Ist Blut am Toilettenpapier immer ein Zeichen für Hämorrhoiden?

Nein. Hellrotes Blut kann durch Hämorrhoiden oder Analfissuren entstehen, aber auch andere Ursachen haben.

Insbesondere bei wiederkehrenden Blutungen, Blutarmut, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder erhöhtem Darmkrebsrisiko kann eine weiterführende Untersuchung notwendig sein.

Enddarmspiegelung in Bern – Vorteile bei Vivomed
  • Erfahrung & Fachkompetenz: Unsere Gastroenterolog:innen sind speziell für rektale Endoskopien, Proktoskopien und Anoskopien ausgebildet und haben langjährige Erfahrung mit lokalen Patient:innen aus Bern, der Deutschschweiz & dem Wallis.
  • Lokale Nähe, regionale Relevanz:
    Dank unserer Zentralität in Bern sind wir gut erreichbar für Patient:innen aus: Bern & Umgebung, Deutschschweiz (z. B. Biel, Thun, Solothurn)
    Wallis, überregional bei spezifischen Beschwerden
  • Umfassende Aufklärung & Nachsorge: Klare, verständliche Information vor, während und nach der Untersuchung – das fördert Vertrauen und sorgt für sichere Behandlungsergebnisse.
Welche Risiken bestehen bei einer Enddarmspiegelung?

Die diagnostische Anoskopie und Proktoskopie haben insgesamt ein geringes Komplikationsrisiko.

Gelegentlich können leichte Beschwerden oder geringe Blutungen auftreten. Bei einer zusätzlichen Behandlung wie der Gummibandligatur bestehen weitere spezifische Risiken (Druck, stärkere Schmerzen, Blutungen) die aber eher selten vorkommen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Proktoskopie?

Bei medizinischer Indikation werden die Kosten normalerweise im Rahmen der schweizerischen Grundversicherung übernommen.

Franchise und Selbstbehalt bleiben vorbehalten. Bei Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Versicherungsmodellen müssen die jeweiligen Vorgaben beachtet werden.

Wie schnell bekomme ich einen Termin bei Vivomed Bern?

Wir bemühen uns um eine zeitnahe Terminvergabe entsprechend der Dringlichkeit und der aktuellen Verfügbarkeit.

Patienten mit freier Arztwahl können sich in der Regel direkt anmelden. Bereits vorhandene Befunde können uns bei der Planung helfen.

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Wissenschaftliche Grundlagen und Leitlinien

Die bei Vivomed – Gastroenterologie Bern durchgeführte Enddarmspiegelung (Proktoskopie und Anoskopie) orientiert sich an anerkannten wissenschaftlichen Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Analkanals und des unteren Enddarms. Dazu gehören insbesondere Hämorrhoiden, Analfissuren, anorektale Blutungen sowie ausgewählte entzündliche und strukturelle Veränderungen.

  1. ASCRS – Diagnostik und Behandlung von Hämorrhoiden.
    Hawkins AT, et al. The American Society of Colon and Rectal Surgeons Clinical Practice Guidelines for the Management of Hemorrhoids.
    Diseases of the Colon & Rectum. 2024;67:614–623.
    Aktuelle ASCRS-Leitlinie 2024 auf PubMed →
  2. ASCRS – Diagnostik und Behandlung von Analfissuren.
    Davids JS, et al. The American Society of Colon and Rectal Surgeons Clinical Practice Guidelines for the Management of Anal Fissures.
    Diseases of the Colon & Rectum. 2023;66:190–199.
    ASCRS-Leitlinie zu Analfissuren auf PubMed →
  3. ASCRS – Abklärung von Analabszessen und Analfisteln.
    Gaertner WB, et al. The American Society of Colon and Rectal Surgeons Clinical Practice Guidelines for the Management of Anorectal Abscess, Fistula-in-Ano, and Rectovaginal Fistula.
    Diseases of the Colon & Rectum. 2022;65:964–985.
    ASCRS-Leitlinie zu anorektalen Abszessen und Fisteln →
  4. ASGE – Indikationsstellung zur gastrointestinalen Endoskopie.
    American Society for Gastrointestinal Endoscopy (ASGE). Appropriate Use of GI Endoscopy.
    Empfehlungen zur Auswahl endoskopischer Untersuchungen, unter anderem bei rektalen Blutungen, Eisenmangelanämie und Verdacht auf kolorektale Erkrankungen.
    ASGE-Empfehlungen zur endoskopischen Abklärung →

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten zur Rektoskopie (Mastdarmspiegelung), zur Darmspiegelung (Koloskopie) sowie zur Darmkrebsvorsorge.

 

Über den Autor: Dr. med. Stefan Schlosser ist Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin und hält einen Masterabschluss in Gesundheitsökonomie. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung verfügt er über einen breiten klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungsschatz. Er ist spezialisiert auf interventionelle minimalinvasive Endoskopie, Funktionsdiagnostik und Endobariatrie. Dr. Schlosser engagiert sich als Kursleiter der SGUM in der Ultraschallausbildung junger Ärzt:innen und ist Mitglied der Schweizer, Europäischen und Amerikanischen Gesellschaft für Gastroenterologie (SGG, ESGE, ASGE). Er arbeitet in einer SIWF-anerkannten ambulanten Weiterbildungsstätte in Bern.