Endosonographie (EUS) bei Vivomed Bern: Hochauflösender Ultraschall vom Verdauungstrakte, Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenwegen und Enddarm incl. gezielter Gewebeentnahme (EUS-FNB).

Die Endosonographie (EUS), auch endoskopischer Ultraschall genannt, verbindet moderne Endoskopie mit hochauflösender Ultraschalltechnik. Sie ermöglicht eine besonders detaillierte Untersuchung bestimmter innerer Organe und Gewebestrukturen aus unmittelbarer Nähe.

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern setzen wir die Endosonographie zur gezielten Abklärung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Gallenwege, Speiseröhre, Magenwand, Leber und des Enddarms ein.

Ein besonderer Vorteil: Bei Bedarf können unter direkter Ultraschallkontrolle Gewebeproben aus auffälligen Veränderungen oder der Leber entnommen werden.

Die Untersuchungen erfolgen in der Regel ambulant, mit moderner Endoskopietechnik, individuell angepasster Sedierung und persönlicher Betreuung.

Unser Ziel ist eine präzise, möglichst schonende Diagnostik, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die geeignete Behandlung festzulegen.

Was ist eine Endosonographie?

Bei der Endosonographie wird ein spezielles flexibles Endoskop verwendet, das mit einem Ultraschallkopf ausgestattet ist.

Während die herkömmliche Magenspiegelung hauptsächlich die Schleimhaut des Verdauungstrakts untersucht, ermöglicht die Endosonographie zusätzlich die Darstellung tieferer Wandschichten und angrenzender Organe.

Da der Ultraschallkopf nahe an den untersuchten Strukturen positioniert werden kann, entstehen bei geeigneten Fragestellungen besonders detailreiche Ultraschallbilder.

Dies ist beispielsweise bei kleinen Pankreasveränderungen, unklaren Gallengangssteinen, subepithelialen Tumoren und bestimmten Leberveränderungen von Vorteil.

Die EUS ergänzt Untersuchungen wie den konventionellen Ultraschall, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRI).

Welche Formen der Endosonographie gibt es?

Obere Endosonographie

Bei der oberen Endosonographie wird das Ultraschallendoskop über den Mund in die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm eingeführt.

Von dort aus können unter anderem die Bauchspeicheldrüse, die Gallenwege, die Leber, Lymphknoten und die Wandschichten des oberen Verdauungstrakts untersucht werden.

Rektale und endoanale Endosonographie

Bei der unteren Endosonographie wird eine geeignete Ultraschallsonde über den After eingeführt.

Die Untersuchung ermöglicht die Darstellung des Mastdarms, bestimmter umliegender Gewebestrukturen sowie des inneren und äusseren Analschliessmuskels.

Sie wird insbesondere bei ausgewählten Enddarmtumoren, Analfisteln, Schliessmuskelverletzungen und Stuhlinkontinenz eingesetzt.

Endosonographie des Verdauungstrakts – Speiseröhre, Magen und Darm

Die Endosonographie des Verdauungstrakts ermöglicht die hochauflösende Untersuchung der einzelnen Wandschichten von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm und ausgewählten Darmabschnitten.

Dies ist besonders wichtig, wenn Veränderungen unterhalb der Schleimhaut liegen oder ihre genaue Ausdehnung beurteilt werden muss.

Subepitheliale Tumoren und Veränderungen der Magenwand

Subepitheliale Läsionen werden häufig zufällig bei einer Magenspiegelung entdeckt. Sie erscheinen als Vorwölbung der Schleimhaut, obwohl deren Oberfläche unauffällig sein kann.

Die Endosonographie hilft dabei, die Ursprungsschicht, Grösse, Echostruktur und Beziehung zu angrenzenden Organen zu beurteilen.

Mögliche Befunde sind:

  • Gastrointestinale Stromatumoren (GIST).
  • Leiomyome und andere mesenchymale Tumoren.
  • Lipome.
  • Unklare Wandverdickungen.
  • Veränderungen durch angrenzende Organe oder Gefässe.

Bei entsprechender Indikation kann eine gezielte endosonographische Feinnadelbiopsie zur histologischen Diagnosesicherung durchgeführt werden.

Endosonographie zur Tumorabklärung

Bei ausgewählten Tumoren von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm kann die EUS helfen, die lokale Eindringtiefe und mögliche Veränderungen benachbarter Lymphknoten einzuschätzen.

Diese Informationen können relevant sein, wenn zwischen einer endoskopischen Entfernung, einer chirurgischen Behandlung oder weiteren Therapieverfahren entschieden werden muss.

Welche Rolle die Endosonographie im Einzelfall spielt, hängt von der Tumorart, dem Krankheitsstadium und den bereits vorliegenden CT- oder MRI-Befunden ab.

Endosonographie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Die Endosonographie gehört zu den wichtigen Untersuchungsverfahren bei unklaren Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Durch die unmittelbare Nähe des Ultraschallkopfes können bestimmte Pankreasveränderungen besonders detailliert dargestellt werden.

Wann ist eine Pankreas-Endosonographie sinnvoll?

  • Bei Verdacht auf einen Pankreastumor.
  • Bei unklaren Raumforderungen der Bauchspeicheldrüse.
  • Zur Abklärung von Pankreaszysten.
  • Bei bestimmten Fragestellungen zur chronischen Pankreatitis.
  • Bei unklarer Erweiterung des Pankreasgangs.
  • Zur gezielten Gewebeentnahme bei geeigneten Veränderungen.

Pankreaszysten endosonographisch beurteilen

Zystische Veränderungen der Bauchspeicheldrüse werden zunehmend zufällig bei CT- oder MRI-Untersuchungen entdeckt.

Die Endosonographie kann dabei helfen, Grösse, Wandstruktur, mögliche solide Bestandteile, Wandknoten und die Beziehung zum Pankreasgang genauer zu beurteilen.

Bei bestimmten Befunden ist eine Punktion zur Untersuchung von Zystenflüssigkeit oder zur Gewinnung von Gewebe sinnvoll. Eine Punktion ist jedoch nicht bei jeder Pankreaszyste erforderlich.

EUS-gesteuerte Gewebeentnahme bei Pankreasveränderungen

Bei unklaren soliden Veränderungen kann eine endosonographisch gesteuerte Feinnadelbiopsie (EUS-FNB) durchgeführt werden.

Die Nadel wird unter direkter Ultraschallkontrolle in die Veränderung eingeführt. Das gewonnene Material wird anschliessend histologisch untersucht.

Die Gewebeentnahme kann wichtige Informationen für die Diagnosesicherung und weitere Therapieplanung liefern.

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Endosonographie der Gallenwege – Gallengangssteine, Gallestau und Engstellen

Die Endosonographie der Gallenwege eignet sich besonders zur Abklärung von Veränderungen der Gallengänge und des Übergangs zum Zwölffingerdarm.

Sie kann helfen, kleine Gallengangssteine zu erkennen, die im konventionellen Ultraschall nicht immer sichtbar sind.

Wann wird eine EUS der Gallenwege durchgeführt?

  • Bei Verdacht auf Gallengangssteine (Choledocholithiasis).
  • Bei unklar erweitertem Gallengang.
  • Bei Gallestau ohne eindeutig bekannte Ursache.
  • Zur Abklärung bestimmter Gallengangsverengungen.
  • Bei unklaren Veränderungen der Papillenregion.
  • Bei Verdacht auf ausgewählte Tumoren der Gallenwege oder des Pankreaskopfes.

Ein Vorteil der EUS besteht darin, dass bei diagnostisch unklaren Befunden eine invasive ERCP unter Umständen vermieden werden kann.

Die ERCP wird heute vor allem für therapeutische Eingriffe eingesetzt, beispielsweise zur Entfernung von Gallengangssteinen oder zur Behandlung einer Gallenwegsverengung.

Endosonographie der Leber – moderner Leberultraschall von innen

Die Endosonographie der Leber ist ein spezialisiertes Verfahren der modernen Endohepatologie.

Mit einem Ultraschallendoskop im Magen oder Zwölffingerdarm lassen sich insbesondere die linksseitigen Leberabschnitte, der Leberhilus und ausgewählte Gefässe des Pfortadersystems aus kurzer Distanz untersuchen.

Dadurch können bei geeigneter Lokalisation auch kleine oder schwer einzuordnende Leberveränderungen detailliert beurteilt werden.

Wann ist eine EUS-Untersuchung der Leber sinnvoll?

  • Bei unklaren fokalen Leberveränderungen.
  • Zur ergänzenden Abklärung ausgewählter Leberherde oder tumorverdächtiger Befunde.
  • Bei bestimmten chronischen oder diffusen Lebererkrankungen.
  • Zur Beurteilung struktureller Veränderungen bei Fibrose oder Zirrhose.
  • Bei unklaren Befunden im Bereich des Leberhilus.
  • Bei ausgewählten Fragestellungen zum Pfortadersystem.
  • Zur Planung einer endosonographisch gesteuerten Gewebeentnahme.

Die endosonographische Untersuchung ergänzt etablierte Verfahren wie den konventionellen Ultraschall, FibroScan, CT und MRI. Sie ersetzt diese nicht grundsätzlich.

Endosonographische Scherwellen-Elastographie (EUS-SWE)

Mit der endosonographischen Scherwellen-Elastographie kann die Steifigkeit des Lebergewebes gemessen werden.

Die Messung kann ergänzende Hinweise auf fibrotische Veränderungen liefern. Die Interpretation muss jedoch mögliche Einflussfaktoren wie Entzündung, Stauung und andere Erkrankungen berücksichtigen.

Die EUS-SWE wird weiterhin wissenschaftlich untersucht. Ihre Grenzwerte sind derzeit weniger umfassend validiert als diejenigen etablierter nichtinvasiver Elastographieverfahren.

Endosonographische Pfortaderdruckmessung (EUS-PPG)

Bei ausgewählten hepatologischen Fragestellungen kann die Endosonographie auch zur spezialisierten Druckmessung im Pfortadersystem eingesetzt werden.

Die EUS-gesteuerte Messung des portosystemischen Druckgradienten (EUS-PPG) ermöglicht eine direkte Druckmessung in geeigneten venösen Gefässabschnitten.

Das Verfahren kann bei ausgewählten Patienten mit Verdacht auf portale Hypertension zusätzliche diagnostische Informationen liefern.

Es handelt sich um eine spezialisierte Untersuchung, deren klinische Indikationen sorgfältig festgelegt werden müssen.

Endosonographisch gesteuerte Leberbiopsie (EUS-LB)

Bei bestimmten Lebererkrankungen reichen Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren nicht aus, um eine sichere Diagnose zu stellen oder das Ausmass der Leberschädigung zu bestimmen.

In solchen Situationen kann eine Leberbiopsie erforderlich sein.

Die endosonographisch gesteuerte Leberbiopsie (EUS-guided Liver Biopsy, EUS-LB) ermöglicht die gezielte Entnahme von Lebergewebe unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle.

Hierbei wird eine spezielle Biopsienadel über das Ultraschallendoskop durch die Wand des Magens oder Zwölffingerdarms in einen geeigneten Leberabschnitt vorgeschoben.

Die Nadelposition und angrenzende Gefässstrukturen können während der Punktion kontrolliert werden.

Wann kann eine EUS-Leberbiopsie sinnvoll sein?

  • Bei unklaren chronischen Lebererkrankungen.
  • Bei ausgewählten autoimmunen Lebererkrankungen.
  • Zur histologischen Untersuchung von Entzündung und Fibrose.
  • Bei bestimmten metabolischen Lebererkrankungen.
  • Bei Verdacht auf ausgewählte infiltrative Erkrankungen.
  • Zur gezielten Punktion geeigneter fokaler Leberveränderungen.

Welche Vorteile bietet eine endosonographische Leberbiopsie?

  • Gezielte Gewebeentnahme: Auswahl geeigneter Punktionsbereiche unter direkter Ultraschallkontrolle.
  • Darstellung angrenzender Gefässe: Die Punktion kann entsprechend der anatomischen Situation geplant werden.
  • Histologische Diagnosesicherung: Untersuchung von Entzündungsaktivität, Fibrose und anderen Gewebeveränderungen.
  • Kombination mit der Endosonographie: Bei entsprechender Indikation können Bildgebung und Gewebeentnahme innerhalb derselben Untersuchung erfolgen.
  • Sedierung: Die Punktion wird von den meisten Patienten während der Untersuchung nicht bewusst wahrgenommen.

Studien zeigen eine gute diagnostische Gewebeausbeute und ein günstiges Sicherheitsprofil bei sorgfältiger Patientenauswahl.

Die EUS-Leberbiopsie ist jedoch nicht grundsätzlich genauer oder sicherer als eine perkutane oder transjuguläre Leberbiopsie.

Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der medizinischen Fragestellung, der Anatomie, der Blutgerinnung und möglichen Begleiterkrankungen.

Risiken der EUS-gesteuerten Leberbiopsie

Wie bei jeder invasiven Gewebeentnahme können Blutungen, Schmerzen, Infektionen oder Verletzungen angrenzender Strukturen auftreten.

Deshalb erfolgen vor dem Eingriff eine individuelle Risikoabwägung und die Prüfung relevanter Medikamente.

Mehr zur Endohepatologie, EUS-Leberbiopsie und Pfortaderdruckmessung bei Vivomed →

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Rektale und endoanale Endosonographie – Ultraschall von Enddarm und Schliessmuskel

Die rektale und endoanale Endosonographie ermöglicht die hochauflösende Untersuchung der Enddarmwand, des Analkanals und der angrenzenden Strukturen.

Mit speziellen Ultraschallsonden können beispielsweise die Wandschichten des Mastdarms sowie der innere und äussere Analschliessmuskel detailliert beurteilt werden.

Endosonographie bei Enddarmtumoren

Bei ausgewählten frühen Tumoren des Mastdarms kann die rektale EUS helfen, die lokale Eindringtiefe in die Darmwand einzuschätzen.

Diese Information kann für die Planung einer endoskopischen oder lokalen chirurgischen Behandlung relevant sein.

Bei fortgeschrittenen Rektumtumoren wird zur umfassenden lokalen Stadieneinteilung normalerweise eine Becken-MRI eingesetzt.

Endoanaler Ultraschall bei Stuhlinkontinenz

Eine Stuhlinkontinenz kann durch unterschiedliche funktionelle und strukturelle Veränderungen entstehen.

Der endoanale Ultraschall kann insbesondere helfen, Verletzungen oder Defekte des Schliessmuskelapparats zu erkennen.

Typische Fragestellungen sind:

  • Defekte des inneren oder äusseren Analschliessmuskels.
  • Verletzungen nach Geburten.
  • Veränderungen nach analen Operationen.
  • Strukturelle Ursachen einer Stuhlinkontinenz.

Beckenbodenfunktion und anorektale Diagnostik

Für eine normale Stuhlkontinenz und Darmentleerung müssen mehrere Muskeln und nervale Steuerungsmechanismen zusammenarbeiten.

Die Endosonographie zeigt vor allem die anatomischen Strukturen. Die Funktion des Schliessmuskels und die Koordination der Darmentleerung werden dagegen durch ergänzende Untersuchungen beurteilt.

Dazu gehört insbesondere die hochauflösende anorektale Manometrie (HRAM).

Die Kombination von anatomischer Bildgebung und Funktionsdiagnostik kann helfen, die Ursache komplexer Beschwerden besser zu verstehen.

Endoanaler Ultraschall bei Analfisteln und Abszessen

Bei bestimmten Analfisteln oder Abszessen kann die endoanale Sonographie zusätzliche Informationen zum Verlauf der Veränderung und ihrer Beziehung zum Schliessmuskel liefern.

Bei komplexen Fisteln, insbesondere im Zusammenhang mit Morbus Crohn, kann eine Becken-MRI erforderlich sein.

Die Wahl der geeigneten Untersuchung hängt von der klinischen Fragestellung ab.

Endosonographische Gewebeentnahme – EUS-FNA und EUS-FNB

Bei ausgewählten Veränderungen kann die Endosonographie mit einer gezielten Gewebeentnahme kombiniert werden.

Dafür werden spezielle Punktionsnadeln eingesetzt, die unter direkter Ultraschallkontrolle in den zu untersuchenden Befund vorgeschoben werden.

Man unterscheidet:

  • EUS-FNA: Feinnadelaspiration zur Gewinnung von Zellmaterial für die zytologische Untersuchung.
  • EUS-FNB: Feinnadelbiopsie zur Gewinnung von Gewebezylindern für die histologische Untersuchung.

Eine solche Gewebeentnahme kann beispielsweise bei unklaren Veränderungen der Bauchspeicheldrüse, bestimmten Lymphknoten, subepithelialen Tumoren oder ausgewählten Leberbefunden sinnvoll sein.

Nicht bei jeder Endosonographie ist eine Punktion erforderlich.

Wie läuft eine Endosonographie bei Vivomed Bern ab?

1. Medizinische Vorbereitung und Aufklärung

Vor der Untersuchung werden Ihre Beschwerden, bisherigen Untersuchungsergebnisse, Vorerkrankungen und Medikamente berücksichtigt.

Insbesondere bei geplanter Feinnadelpunktion oder Biopsie sind die Blutgerinnung und die Einnahme blutverdünnender Medikamente wichtig.

2. Sedierung und Überwachung

Die obere Endosonographie erfolgt in der Regel unter intravenöser Sedierung.

Die meisten Patienten schlafen während der Untersuchung und nehmen diese kaum wahr.

Während der Sedierung werden wichtige Vitalfunktionen überwacht.

Bei bestimmten rektalen oder endoanalen Untersuchungen ist keine tiefe Sedierung notwendig.

3. Endosonographische Untersuchung

Das Ultraschallendoskop wird über den Mund oder bei einer unteren Untersuchung über den After eingeführt.

Der Gastroenterologe untersucht die relevanten Organe und Strukturen systematisch mit hochauflösendem Ultraschall.

4. Gewebeentnahme bei Bedarf

Falls medizinisch erforderlich und zuvor besprochen, können unter direkter Ultraschallkontrolle Gewebeproben entnommen werden.

Die Proben werden anschliessend in einem spezialisierten Labor untersucht.

5. Erholung und Befundbesprechung

Nach einer Untersuchung unter Sedierung erfolgt eine Überwachung im Aufwachraum.

Die wesentlichen Ultraschallbefunde können häufig direkt nach der Untersuchung besprochen werden.

Bei einer Biopsie liegt das endgültige Ergebnis nach Abschluss der histologischen beziehungsweise zytologischen Untersuchung vor.

Wie bereite ich mich auf eine Endosonographie vor?

Die Vorbereitung hängt von der Art der Untersuchung und möglichen zusätzlichen Eingriffen ab.

Obere Endosonographie

  • Mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung: Keine feste Nahrung.
  • Mindestens 4 Stunden vor der Untersuchung: Keine Flüssigkeiten mehr trinken, sofern keine abweichende Anweisung erfolgt.
  • Medikamente: Relevante Medikamente im Voraus mit Vivomed besprechen.

Rektale und endoanale Endosonographie

Häufig genügt ein Einlauf oder eine begrenzte Darmvorbereitung. Die genauen Anweisungen richten sich nach der geplanten Untersuchung.

Massgebend sind immer die individuellen Vorbereitungsanweisungen von Vivomed.

Wie lange dauert eine Endosonographie?

Eine rein diagnostische obere Endosonographie dauert häufig etwa 20 bis 40 Minuten.

Bei einer zusätzlichen Gewebeentnahme oder komplexen Fragestellung kann die Untersuchung länger dauern.

Für Vorbereitung, Sedierung, Überwachung und Befundbesprechung muss zusätzliche Zeit eingeplant werden.

Welche Risiken bestehen bei einer Endosonographie?

Die diagnostische Endosonographie ist ein etabliertes Verfahren mit insgesamt niedrigem Komplikationsrisiko.

Mögliche unerwünschte Ereignisse sind:

  • Vorübergehende Halsschmerzen oder Druckgefühl.
  • Reaktionen auf Sedationsmedikamente.
  • Atem- oder Kreislaufprobleme während der Sedierung.
  • Selten Verletzungen des Verdauungstrakts.
  • Bei Feinnadelpunktionen zusätzliche Risiken wie Blutungen oder Infektionen.
  • Bei bestimmten Pankreaspunktionen selten eine akute Pankreatitis.

Bei spezialisierten Eingriffen wie einer Leberbiopsie gelten zusätzliche eingriffsspezifische Risiken.

Vor der Untersuchung erfolgt eine individuelle Risikoaufklärung.

Endosonographie bei Vivomed – Gastroenterologie Bern

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern verbinden wir moderne endoskopische Ultraschalltechnik mit langjähriger Erfahrung in der diagnostischen und interventionellen Gastroenterologie.

Unser Spektrum umfasst:

  • Obere Endosonographie von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm.
  • Endosonographie der Bauchspeicheldrüse und Gallenwege.
  • Untersuchung von Pankreaszysten und subepithelialen Tumoren.
  • Endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion und Feinnadelbiopsie.
  • Endosonographie der Leber und EUS-gesteuerte Leberbiopsie.
  • Spezialisierte endohepatologische Verfahren.
  • Rektale und endoanale Endosonographie.

Unser Ziel ist eine präzise und möglichst schonende Untersuchung mit individueller Betreuung und einer fundierten Therapieempfehlung.

Termin für eine Endosonographie in Bern vereinbaren

Sie benötigen eine spezialisierte Untersuchung der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege, der Leber, des Verdauungstrakts oder des Enddarms?

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern beraten wir Sie über die geeignete Untersuchung und das weitere Vorgehen.

Bereits vorhandene Laborwerte, CT- oder MRI-Befunde sowie eine ärztliche Zuweisung können für die Planung hilfreich sein.

Jetzt Termin für eine Endosonographie in Bern vereinbaren →

Häufige Fragen zur Endosonographie (EUS)

Was ist eine Endosonographie und wann wird sie durchgeführt?

Die Endosonographie verbindet Endoskopie und hochauflösenden Ultraschall. Sie wird insbesondere zur Abklärung unklarer Veränderungen der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege, der Verdauungsorgane, der Leber und des Enddarms eingesetzt.

Was erkennt man mit der Endosonographie besser als mit normalem Ultraschall?

Da der Ultraschallkopf direkt im Verdauungstrakt positioniert wird, können bestimmte Organe aus unmittelbarer Nähe untersucht werden. Dies ist beispielsweise bei kleinen Pankreasveränderungen, Gallengangssteinen und tieferen Wandschichten des Magens von Vorteil.

Kann man mit Endosonographie auch die Leber untersuchen?

Ja. Die Endosonographie ermöglicht die detaillierte Untersuchung ausgewählter Leberabschnitte, des Leberhilus und angrenzender Gefässe. Bei entsprechender Indikation sind zusätzlich eine Leberbiopsie oder spezialisierte elastographische Untersuchungen möglich.

Was ist eine endosonographisch gesteuerte Leberbiopsie (EUS-LB)?

Bei einer EUS-Leberbiopsie wird unter direkter Ultraschallkontrolle eine kleine Gewebeprobe aus der Leber entnommen. Das gewonnene Material wird anschliessend histologisch untersucht. Das Verfahren kommt insbesondere bei ausgewählten unklaren Lebererkrankungen oder fokalen Leberveränderungen infrage.

Ist eine EUS-Leberbiopsie schmerzhaft?

Die Untersuchung wird üblicherweise unter Sedierung durchgeführt und währenddessen meist nicht bewusst wahrgenommen. Nach dem Eingriff können vorübergehende Beschwerden auftreten. Wie bei jeder Leberbiopsie bestehen mögliche Risiken, insbesondere Blutungen.

 

Kann man mit Endosonographie einen Pankreastumor erkennen?

Die Endosonographie ist eine wichtige Untersuchungsmethode bei Verdacht auf einen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Sie kann insbesondere kleine Veränderungen detailliert darstellen und bei entsprechender Indikation eine gezielte Gewebeentnahme ermöglichen.

Kann die Endosonographie Gallengangssteine nachweisen?

Ja. Die EUS ist besonders hilfreich bei kleinen Gallengangssteinen, die im konventionellen Ultraschall nicht immer sichtbar sind. Das Untersuchungsergebnis kann helfen zu entscheiden, ob eine therapeutische ERCP notwendig ist.

Kann man mit EUS den Magen und die Speiseröhre untersuchen?

Ja. Die Endosonographie ermöglicht die Darstellung der einzelnen Wandschichten von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Sie wird beispielsweise bei subepithelialen Tumoren und bestimmten unklaren Wandveränderungen eingesetzt.

Was untersucht der endoanale Ultraschall?

Der endoanale Ultraschall stellt insbesondere den inneren und äusseren Analschliessmuskel dar. Die Untersuchung kann bei Stuhlinkontinenz, Schliessmuskelverletzungen, bestimmten Fisteln und anderen Erkrankungen des Analbereichs sinnvoll sein.

Welche Vorbereitung ist für die Endosonographie erforderlich?

Für die obere Endosonographie gelten bei Vivomed in der Regel mindestens sechs Stunden ohne feste Nahrung und vier Stunden ohne Flüssigkeiten. Bei rektalen Untersuchungen genügt häufig ein Einlauf. Entscheidend sind die individuellen Vorbereitungsanweisungen.

Ist eine Endosonographie schmerzhaft?

Die obere Endosonographie erfolgt normalerweise unter Sedierung. Die meisten Patienten schlafen während der Untersuchung und empfinden sie deshalb als wenig belastend. Rektale und endoanale Untersuchungen können je nach Fragestellung auch ohne tiefe Sedierung erfolgen.

Wie lange dauert eine Endosonographie?

Eine diagnostische EUS dauert häufig etwa 20 bis 40 Minuten. Mit zusätzlicher Gewebeentnahme oder speziellen Eingriffen kann die Untersuchung länger dauern. Vorbereitung und Erholungsphase kommen hinzu.

Wird bei einer Endosonographie immer eine Gewebeprobe entnommen?

Nein. Eine Feinnadelpunktion oder Biopsie wird nur durchgeführt, wenn sie medizinisch sinnvoll ist. Häufig reicht die sonographische Untersuchung aus.

Welche Risiken bestehen bei einer Endosonographie?

Die diagnostische EUS hat insgesamt ein niedriges Komplikationsrisiko. Möglich sind vorübergehende Beschwerden, Reaktionen auf die Sedierung und selten Verletzungen. Bei einer zusätzlichen Punktion bestehen eingriffsspezifische Risiken wie Blutungen oder Infektionen.

Wann liegen die Ergebnisse vor?

Die sonographischen Befunde können häufig unmittelbar nach der Untersuchung besprochen werden. Wenn Gewebeproben entnommen wurden, liegt die abschliessende Diagnose nach der zytologischen oder histologischen Untersuchung vor.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Endosonographie?

Bei medizinischer Indikation werden die Kosten in der Regel im Rahmen der schweizerischen Grundversicherung übernommen. Franchise, Selbstbehalt und Vorgaben des Versicherungsmodells bleiben vorbehalten.

Wie schnell bekomme ich einen Termin bei Vivomed Bern?

Wir bemühen uns um eine zeitnahe Terminvergabe entsprechend der medizinischen Dringlichkeit und der aktuellen Verfügbarkeit. Für die Planung helfen uns bereits vorhandene Befunde und eine möglichst genaue Fragestellung.

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Warum ist die Endosonographie wichtig? 

Dieses Verfahren ermöglicht Ärzten, präzise Informationen über Ihre Gesundheit zu erhalten, was zu einer frühzeitigen Erkennung und genaueren Diagnose führen kann. Dies trägt dazu bei, geeignete Behandlungspläne zu entwickeln.

Endosonographie in Bern: warum Vivomed?
  • Zentral in Bern – gut erreichbar auch aus Deutschschweiz & Wallis 
  • Ambulante Abklärung mit strukturierter Aufklärung und Nachbetreuung.
  • Spezialisierter Fokus auf präzise, schonende Diagnostik 
  • schnelle Terminvergabe ohne lange Wartezeiten

Wissenschaftliche Grundlagen und Leitlinien

Die Endosonographie (endoskopischer Ultraschall, EUS) bei Vivomed – Gastroenterologie Bern orientiert sich an anerkannten wissenschaftlichen Leitlinien und Empfehlungen zur Diagnostik von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege und des Verdauungstrakts.

Zu den wesentlichen Anwendungsgebieten gehören die hochauflösende Darstellung von Organ- und Wandschichten, die gezielte endosonographische Gewebeentnahme (EUS-FNA und EUS-FNB) sowie ausgewählte Verfahren der Endohepatologie.

  1. ESGE – EUS-gesteuerte Gewebeentnahme: Technische Empfehlungen, Update 2025.
    Facciorusso A, et al. Endoscopic ultrasound-guided tissue sampling: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Technical and Technology Review.
    Endoscopy. 2025;57:390–418.
    Aktuelle ESGE-Empfehlungen zur EUS-FNA und EUS-FNB →
  2. ESGE – Indikationen und klinischer Nutzen der EUS-gesteuerten Gewebeentnahme.
    Dumonceau JM, et al. Indications, results, and clinical impact of endoscopic ultrasound (EUS)-guided sampling in gastroenterology: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Clinical Guideline – Updated January 2017.
    Endoscopy. 2017.
    ESGE-Leitlinie zur diagnostischen EUS-Gewebeentnahme →
  3. ESGE – Subepitheliale Tumoren und gastrointestinale Stromatumoren (GIST).
    Deprez PH, et al. Endoscopic management of subepithelial lesions including neuroendocrine neoplasms: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Guideline.
    Endoscopy. 2022;54:412–429.
    ESGE-Leitlinie zur Endosonographie subepithelialer Läsionen →
  4. Europäische Leitlinie – Diagnostik und Behandlung zystischer Pankreasläsionen.
    European Study Group on Cystic Tumours of the Pancreas. European evidence-based guidelines on pancreatic cystic neoplasms.
    Gut. 2018;67:789–804.
    Europäische Leitlinie zu Pankreaszysten und IPMN →
  5. ESGE – Endoskopische Gewebeentnahme im oberen Gastrointestinaltrakt und hepatopankreatobiliären System.
    European Society of Gastrointestinal Endoscopy. Endoscopic tissue sampling – Part 1: Upper gastrointestinal and hepatopancreatobiliary tracts. ESGE Guideline.
    Endoscopy. 2021;53.
    ESGE-Leitlinie zur gezielten Gewebeentnahme →
  6. Endohepatologie – EUS-gesteuerte Leberbiopsie und portale Druckmessung.
    Endoscopic ultrasound guided liver biopsy and portal pressure gradient: when, why and how? Can it become the standard of care in endo-hepatology?
    Expert Review of Gastroenterology & Hepatology. 2025.
    Wissenschaftliche Übersichtsarbeit zur modernen Endohepatologie →

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten zur Magenspiegelung (Gastroskopie), zum Bauchultraschall (Abdomensonographie) sowie zur Kontrastmittelsonographie (CEUS).

 

Über den Autor: Dr. med. Stefan Schlosser

Dr. med. Stefan Schlosser, MD MBA FEBGH ist Facharzt FMH für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin mit einem Masterabschluss in Gesundheitsökonomie.

Mit über 20 Jahren klinischer Erfahrung verfügt er über umfassende Expertise in der diagnostischen und interventionellen Gastroenterologie.

Zu seinen fachlichen Schwerpunkten gehören die Endosonographie (EUS), interventionelle Endoskopie, Endohepatologie, gastroenterologische Funktionsdiagnostik und Endobariatrie.

Dr. Schlosser engagiert sich als SGUM-Kursleiter in der ärztlichen Ultraschallausbildung und ist Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie (SGG), der European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) sowie der American Society for Gastrointestinal Endoscopy (ASGE).

Er ist zudem in der ärztlichen Weiterbildung an einer SIWF-anerkannten ambulanten Weiterbildungsstätte in Bern tätig.