WELTPANKREAS-KREBSTAG 19. November

Welche Symptome können auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen? Anhaltende Oberbauchschmerzen, ungewollter Gewichtsverlust oder eine Gelbfärbung der Haut sollten ärztlich abgeklärt werden. Solche Beschwerden können viele Ursachen haben und bedeuten nicht automatisch Krebs. Entscheidend ist, neue oder zunehmende Veränderungen ernst zu nehmen.

Zum Welt-Pankreaskrebstag am 19. November 2026 informiert Vivomed – Gastroenterologie Bern über mögliche Warnzeichen, Risikofaktoren und die gezielte Untersuchung der Bauchspeicheldrüse.

Welche Symptome verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskrebs oder Pankreaskarzinom genannt, verursacht im frühen Stadium häufig keine eindeutigen Beschwerden. Mögliche Anzeichen sind:

  • Anhaltende Oberbauchschmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen können.
  • Ungewollter Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit.
  • Gelbsucht: eine Gelbfärbung der Haut oder des Augenweisses, teilweise mit dunklem Urin, hellem Stuhl und Juckreiz.
  • Veränderte Verdauung, beispielsweise auffallend fettiger, glänzender oder schwer abspülbarer Stuhl.
  • Neu aufgetretener Diabetes, insbesondere zusammen mit weiteren ungeklärten Beschwerden oder Gewichtsverlust.

Ein einzelnes Symptom erlaubt keine Diagnose. Auch gutartige Erkrankungen können ähnliche Beschwerden auslösen.

Wann sollten Sie Beschwerden abklären lassen?

Lassen Sie neu auftretende, anhaltende oder zunehmende Beschwerden zeitnah ärztlich beurteilen. Das gilt besonders, wenn mehrere Warnzeichen zusammenkommen oder Sie ohne erkennbare Ursache Gewicht verlieren.

Eine neu aufgetretene Gelbsucht sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden. Bei zusätzlichen starken Schmerzen, Fieber oder Schüttelfrost ist eine sofortige medizinische Beurteilung notwendig.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Zu den bekannten Risikofaktoren gehören Rauchen, starkes Übergewicht, eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung und höheres Lebensalter. Auch eine familiäre Häufung oder bestimmte erbliche Veränderungen können das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Ein Risikofaktor bedeutet nicht, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt jedoch, wenn Bauchspeicheldrüsenkrebs in Ihrer Familie aufgetreten ist.

Gibt es eine Vorsorge gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Für Menschen ohne erhöhtes erbliches oder familiäres Risiko werden keine routinemässigen Untersuchungen zur Pankreaskrebs-Früherkennung empfohlen. Eine Untersuchung bei Beschwerden ist davon zu unterscheiden: Sie dient der gezielten Abklärung einer möglichen Erkrankung.

Für ausgewählte Personen mit hohem familiärem oder genetischem Risiko kann ein strukturiertes Früherkennungsprogramm sinnvoll sein. Ob die Voraussetzungen vorliegen, welche Untersuchungen geeignet sind und wann sie beginnen sollten, wird individuell in einem spezialisierten Zentrum beurteilt.

Wie wird die Bauchspeicheldrüse untersucht?

Am Anfang stehen das ärztliche Gespräch, eine körperliche Untersuchung und je nach Beschwerden Laboruntersuchungen. Zur weiteren Abklärung kommen unterschiedliche bildgebende Verfahren infrage:

  • Ultraschall des Bauchraums: zur ersten Beurteilung der Oberbauchorgane und möglicher Veränderungen der Gallenwege.
  • Computertomographie (CT): zur Darstellung der Bauchspeicheldrüse und der Ausdehnung auffälliger Veränderungen.
  • Magnetresonanztomographie (MRI/MRCP): zur ergänzenden Beurteilung des Gewebes sowie der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge.
  • Endosonographie (EUS): eine Ultraschalluntersuchung von innen, bei der die Bauchspeicheldrüse aus unmittelbarer Nähe betrachtet werden kann.

Welche Rolle spielt die Endosonographie?

Bei der Endosonographie wird ein flexibles Endoskop mit Ultraschallkopf über den Mund bis in den Magen und Zwölffingerdarm geführt. Das Verfahren ermöglicht die detaillierte Beurteilung der Bauchspeicheldrüse und kann auch kleinere Veränderungen sichtbar machen. Bei medizinischer Notwendigkeit lassen sich gezielt Gewebeproben entnehmen.

Die Endosonographie ergänzt andere Untersuchungen. Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden und den bereits vorliegenden Befunden ab.

Mehr über die Endosonographie bei Vivomed Bern erfahren

Abklärung der Bauchspeicheldrüse bei Vivomed in Bern

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern beurteilen wir Beschwerden und auffällige Befunde der Bauchspeicheldrüse. Unser Angebot umfasst die gastroenterologische Beratung und die endosonographische Untersuchung mit gezielter Gewebeentnahme, sofern diese erforderlich ist.

Vorhandene Laborwerte, CT- oder MRI-Berichte und eine ärztliche Zuweisung helfen bei der Planung. Bitte beachten Sie die Zuweisungsregeln Ihres Versicherungsmodells.

Abklärung bei Vivomed Bern anfragen oder telefonisch unter 031 333 32 36.

Häufige Fragen zu Bauchspeicheldrüsenkrebs

Sind Rückenschmerzen ein Zeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Rückenschmerzen haben viele mögliche Ursachen. Schmerzen aus dem Oberbauch können jedoch in den Rücken ausstrahlen. Eine ärztliche Abklärung ist besonders wichtig, wenn zusätzlich ungewollter Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit oder Gelbsucht auftreten.

Erkennt eine normale Magenspiegelung Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Eine gewöhnliche Magenspiegelung untersucht die Schleimhaut von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Für die gezielte Darstellung der Bauchspeicheldrüse braucht es andere Verfahren, beispielsweise CT, MRI oder eine Endosonographie mit einem speziellen Ultraschallendoskop.

Ist eine Endosonographie für alle zur Vorsorge sinnvoll?

Nein. Ohne Beschwerden oder besondere Risikokonstellation wird keine routinemässige Endosonographie zur Pankreaskrebs-Früherkennung empfohlen. Die Untersuchung erfolgt aufgrund einer konkreten medizinischen Fragestellung.

Welt-Pankreaskrebstag: Wissen teilen und aufmerksam bleiben

Der Welt-Pankreaskrebstag am 19. November 2026 macht auf die Erkrankung aufmerksam. Sein Anliegen: mögliche Symptome und Risiken bekannter machen und eine rechtzeitige ärztliche Abklärung fördern. Teilen Sie diesen Beitrag mit Menschen, für die diese Informationen hilfreich sein könnten.

Über den Autor

Dr. med. Stefan Schlosser, MBA, FEBGH
Facharzt FMH für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin.
Vivomed – Gastroenterologie Bern, Waisenhausplatz 28, 3011 Bern.

Quellen und weiterführende Informationen