Leberelastographie in Bern – FibroScan und Scherwellenmessung

Nichtinvasive Messung der Lebersteifigkeit mittels moderner Ultraschall-Elastographie – ohne Gewebeentnahme, ohne Röntgenstrahlung und normalerweise ohne Schmerzen.

Die Leberelastographie ist ein modernes Ultraschallverfahren zur Untersuchung der Steifigkeit des Lebergewebes. Sie hilft, das Risiko einer Leberfibrose (Vernarbung der Leber) und einer fortgeschrittenen chronischen Lebererkrankung einzuschätzen.

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern setzen wir moderne Scherwellen-Elastographie und hochauflösende Ultraschalldiagnostik zur nichtinvasiven Untersuchung chronischer Lebererkrankungen ein.

Die Untersuchung ist besonders relevant bei metabolisch bedingter Fettlebererkrankung (MASLD), dauerhaft erhöhten Leberwerten, chronischer Virushepatitis und weiteren Erkrankungen, die mit einer fortschreitenden Leberfibrose einhergehen können.

Mit Verfahren wie der Scherwellen-Elastographie (SWE) oder der transienten Elastographie (FibroScan/VCTE) lässt sich die Lebersteifigkeit messen. Die verschiedenen Methoden beruhen auf ähnlichen physikalischen Prinzipien, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Technik und Interpretation.

Die Leberelastographie kann in vielen Situationen helfen, eine invasive Leberbiopsie zu vermeiden. Bei unklaren Befunden oder speziellen medizinischen Fragestellungen bleibt eine Gewebeuntersuchung jedoch weiterhin notwendig.

Unser Ziel ist die frühzeitige Erkennung relevanter Leberveränderungen, eine individuelle Risikobeurteilung und die gezielte Planung weiterer Untersuchungen und Behandlungen.

Was ist eine Leberelastographie?

Die Ultraschall-Elastographie der Leber misst, wie stark sich das Lebergewebe unter dem Einfluss mechanischer Scherwellen verformt beziehungsweise wie schnell sich diese Wellen im Gewebe ausbreiten.

Im Allgemeinen breiten sich Scherwellen in steiferem Gewebe schneller aus.

Aus diesen Messungen lässt sich ein Parameter für die Lebersteifigkeit bestimmen. Dieser wird je nach Verfahren in Kilopascal (kPa) oder in Metern pro Sekunde (m/s) angegeben.

Bei einer länger bestehenden Lebererkrankung kann die Ablagerung von Bindegewebe zu einer zunehmenden Steifigkeit der Leber führen.

Die Elastographie liefert damit wichtige Informationen über das Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose.

Eine erhöhte Lebersteifigkeit bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Leberzirrhose vorliegt. Auch Entzündungen, Gallestau oder eine venöse Leberstauung können die Messwerte beeinflussen.

Welche Vorteile bietet die Lebersteifigkeitsmessung?

  • Nichtinvasiv: Keine Nadelpunktion oder Gewebeentnahme erforderlich.
  • Ohne Strahlenbelastung: Die Untersuchung erfolgt mit Ultraschallwellen.
  • Schonend: Normalerweise keine Sedierung notwendig.
  • Ambulant: Durchführung im Rahmen einer gastroenterologischen Untersuchung.
  • Frühzeitige Risikobeurteilung: Unterstützung bei der Erkennung fortgeschrittener Leberfibrose.
  • Verlaufskontrolle: Wiederholte Messungen können Veränderungen der Lebersteifigkeit dokumentieren.
  • Ergänzung zur Fettleberdiagnostik: Kombination mit Laborwerten und ultraschallbasierter Leberfettmessung.
  • Weniger invasive Diagnostik: Eine Leberbiopsie kann in vielen Fällen vermieden werden.

Die Messung der Lebersteifigkeit ist ein Bestandteil einer umfassenden Leberabklärung und ersetzt weder die ärztliche Beurteilung noch die übrige notwendige Diagnostik.

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Welche Verfahren zur Messung der Lebersteifigkeit gibt es?

Für die nichtinvasive Bestimmung der Lebersteifigkeit stehen verschiedene Ultraschallverfahren zur Verfügung.

Die wichtigsten Methoden sind die transiente Elastographie (VCTE/FibroScan), die punktuelle Scherwellenmessung (pSWE) und die zweidimensionale Scherwellen-Elastographie (2D-SWE).

FibroScan – transiente Elastographie (VCTE)

Der Begriff FibroScan bezeichnet ein spezielles Untersuchungsgerät zur vibrationskontrollierten transienten Elastographie (VCTE).

Ein mechanischer Impuls erzeugt Scherwellen im Lebergewebe. Anschliessend wird deren Ausbreitungsgeschwindigkeit gemessen und daraus die Lebersteifigkeit in Kilopascal (kPa) bestimmt.

Die Methode wird weltweit zur nichtinvasiven Beurteilung chronischer Lebererkrankungen eingesetzt.

Bei geeigneter Geräteausstattung kann zusätzlich der Controlled Attenuation Parameter (CAP) erhoben werden, der Hinweise auf den Leberfettgehalt liefert.

Scherwellen-Elastographie (SWE)

Bei der Scherwellen-Elastographie (Shear Wave Elastography, SWE) werden Scherwellen durch spezielle Ultraschallimpulse erzeugt.

Die Ausbreitung dieser Wellen wird gemessen und zur Berechnung der Gewebesteifigkeit verwendet.

Je nach Ultraschallsystem stehen unterschiedliche Messmethoden zur Verfügung.

Punktuelle Scherwellenmessung (pSWE / SWM)

Bei der punktuellen Scherwellenmessung wird die Gewebesteifigkeit innerhalb einer definierten Messregion untersucht.

Die Messregion kann unter Ultraschallkontrolle gezielt in einem geeigneten Bereich des Lebergewebes positioniert werden.

Das Verfahren ist besonders zur ergänzenden Leberdiagnostik im Rahmen einer vollständigen Abdomensonographie geeignet.

Zweidimensionale Scherwellen-Elastographie (2D-SWE)

Die 2D-SWE ermöglicht eine flächenhafte Darstellung der Scherwellengeschwindigkeit beziehungsweise Gewebesteifigkeit.

Die Werte können farbkodiert auf dem konventionellen Ultraschallbild dargestellt werden.

Dadurch lassen sich geeignete Messregionen auswählen und bestimmte lokale Veränderungen der Gewebesteifigkeit besser beurteilen.

Real-Time Tissue Elastography (RTE)

Die Real-Time Tissue Elastography untersucht die Verformbarkeit des Gewebes und stellt relative Unterschiede der Gewebedehnung dar.

Im Gegensatz zu quantitativen Scherwellenverfahren steht bei der RTE vor allem die qualitative beziehungsweise semiquantitative Gewebecharakterisierung im Vordergrund.

RTE-Werte dürfen nicht mit den kPa-Werten von FibroScan oder SWE gleichgesetzt werden.

FibroScan oder SWE – was ist der Unterschied?

Beide Verfahren unterstützen die nichtinvasive Beurteilung einer Leberfibrose, verwenden jedoch unterschiedliche technische Ansätze.

Merkmal FibroScan / VCTE Scherwellen-Elastographie / SWE
Technik Mechanisch angeregte Scherwellen Ultraschallinduzierte Scherwellen
Bildgebung Spezialisiertes Messverfahren In konventionellen Ultraschall integrierbar
Messwert Lebersteifigkeit in kPa Je nach Methode kPa oder m/s
Leberfibrose Risikobeurteilung möglich Risikobeurteilung möglich
Leberfett CAP bei geeigneter Ausstattung Separate Attenuationsmessung bei geeigneter Ausstattung

Wichtig: Die Methoden sind nicht vollständig austauschbar. Für die Interpretation müssen das jeweilige Gerät, das Messverfahren und die zugrunde liegende Lebererkrankung berücksichtigt werden.

Wann ist eine Leberelastographie sinnvoll?

Die Messung der Lebersteifigkeit ist bei zahlreichen chronischen Lebererkrankungen hilfreich.

Metabolische Fettlebererkrankung (MASLD)

Die metabolisch bedingte steatotische Lebererkrankung (MASLD) ist eine häufige Ursache chronischer Leberveränderungen.

Sie tritt insbesondere bei Menschen mit Übergewicht, viszeraler Adipositas, Typ-2-Diabetes oder anderen metabolischen Risikofaktoren auf.

Bei MASLD ist für das langfristige Risiko von Leberkomplikationen vor allem das Ausmass der Leberfibrose relevant.

Die Elastographie hilft, Patienten mit niedrigem Fibroserisiko von Personen zu unterscheiden, bei denen eine weiterführende hepatologische Abklärung notwendig ist.

Chronische Virushepatitis

Bei chronischer Hepatitis B oder C kann die Leberelastographie zur Beurteilung der Leberfibrose beitragen.

Sie wird dabei zusammen mit Virusparametern, Laborwerten und weiteren klinischen Befunden interpretiert.

Bei ausgeprägter entzündlicher Aktivität können die Messwerte vorübergehend erhöht sein.

Alkoholassoziierte Lebererkrankung

Bei alkoholassoziierten Lebererkrankungen kann die Leberelastographie zur Risikobeurteilung einer fortgeschrittenen Fibrose eingesetzt werden.

Akute alkoholassoziierte Entzündungen können die gemessene Lebersteifigkeit jedoch erhöhen, ohne dass dies ausschliesslich auf eine irreversible Vernarbung zurückzuführen ist.

Autoimmune und cholestatische Lebererkrankungen

Auch bei ausgewählten Patienten mit Autoimmunhepatitis, primär biliärer Cholangitis (PBC) oder primär sklerosierender Cholangitis (PSC) kann die Elastographie ergänzende Informationen liefern.

Die Aussagekraft und Grenzwerte unterscheiden sich abhängig von der Grunderkrankung.

Verdacht auf Leberzirrhose

Bei Verdacht auf eine fortgeschrittene Leberfibrose oder Leberzirrhose kann eine erhöhte Lebersteifigkeit die klinische Verdachtsdiagnose unterstützen.

Die Interpretation erfolgt unter Berücksichtigung von Laborwerten, Thrombozytenzahl, sonographischen Veränderungen und möglichen Zeichen einer portalen Hypertension.

Verlaufskontrolle einer chronischen Lebererkrankung

Wiederholte Elastographiemessungen können helfen, Veränderungen im Krankheitsverlauf zu dokumentieren.

Ein Rückgang der Lebersteifigkeit kann beispielsweise unter erfolgreicher Behandlung auftreten.

Er bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich eine bestehende Fibrose im gleichen Ausmass zurückgebildet hat.

Was bedeuten die Fibrosegrade F0 bis F4?

Chronische Lebererkrankungen können zu einer zunehmenden Vernarbung des Lebergewebes führen.

Die Fibrosestadien werden häufig mit F0 bis F4 bezeichnet:

  • F0: Keine relevante histologische Leberfibrose.
  • F1: Geringgradige Fibrose.
  • F2: Signifikante beziehungsweise mässige Fibrose.
  • F3: Fortgeschrittene Fibrose.
  • F4: Leberzirrhose.

Diese Einteilung stammt aus histologischen Bewertungssystemen und beschreibt das Ausmass der Vernarbung.

Eine Elastographie misst dagegen die mechanische Steifigkeit des Lebergewebes. Sie liefert eine Einschätzung des Fibroserisikos, jedoch keine direkte histologische F0-bis-F4-Messung.

FibroScan-Werte in kPa – wie werden die Ergebnisse interpretiert?

Die Lebersteifigkeit wird häufig in Kilopascal (kPa) angegeben.

Bei der transienten Elastographie (VCTE) können bei Patienten mit MASLD bestimmte Orientierungsbereiche für die Risikostratifizierung verwendet werden.

VCTE-Messwert Orientierende Bedeutung bei MASLD
Unter 8 kPa Fortgeschrittene Fibrose eher unwahrscheinlich
8 bis unter 12 kPa Erhöhtes beziehungsweise intermediäres Risiko; weitere Beurteilung erforderlich
Ab etwa 12 kPa Erhöhte Wahrscheinlichkeit einer fortgeschrittenen Fibrose

Diese Werte sind keine universellen Grenzwerte für sämtliche Lebererkrankungen oder Elastographieverfahren.

Insbesondere dürfen VCTE-Grenzwerte nicht ungeprüft auf die Scherwellen-Elastographie eines anderen Geräts übertragen werden.

Eine erhöhte Lebersteifigkeit allein beweist keine Leberzirrhose.

Die individuelle Interpretation berücksichtigt unter anderem Alter, Grunderkrankung, Leberwerte, Thrombozytenzahl, Messqualität und die eingesetzte Technologie.

Welche Faktoren können die Lebersteifigkeitsmessung verfälschen?

Die Elastographie misst nicht ausschliesslich Vernarbung. Verschiedene Faktoren können die Lebersteifigkeit vorübergehend erhöhen oder die Messqualität beeinträchtigen.

  • Akute Leberentzündung oder ausgeprägte erhöhte Transaminasen.
  • Gallestau (Cholestase).
  • Venöse Leberstauung, beispielsweise bei Herzinsuffizienz.
  • Kurz zuvor eingenommene Nahrung.
  • Bestimmte körperliche und anatomische Voraussetzungen.
  • Unzureichende Messqualität oder ungeeignete Messregion.

Deshalb sollte die Messung nach einer definierten Nüchternphase und unter standardisierten Untersuchungsbedingungen erfolgen.

Bei auffälligen Befunden kann eine Kontrolluntersuchung nach Behandlung möglicher Einflussfaktoren sinnvoll sein.

FIB-4 und Elastographie – die moderne stufenweise Leberdiagnostik

Die europäischen EASL-EASD-EASO-Leitlinien empfehlen bei Verdacht auf eine metabolische Lebererkrankung eine stufenweise Risikobeurteilung.

Schritt 1: FIB-4-Score

Der FIB-4-Score wird aus Alter, AST (GOT), ALT (GPT) und Thrombozytenzahl berechnet.

Er dient insbesondere dazu, Personen mit niedrigem Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose zu erkennen.

Bei einem FIB-4-Wert unter 1,3 ist bei vielen Erwachsenen mit MASLD das Risiko einer fortgeschrittenen Fibrose gering.

Ab einem Alter über 65 Jahren gelten angepasste Beurteilungsgrenzen. Bei Personen unter 35 Jahren ist die Aussagekraft des Scores eingeschränkt.

Schritt 2: Leberelastographie

Bei erhöhtem oder nicht eindeutigem FIB-4 beziehungsweise bei besonderer klinischer Risikokonstellation wird häufig eine Leberelastographie empfohlen.

Die Elastographie verbessert die Risikoeinschätzung und hilft bei der Entscheidung über eine weiterführende hepatologische Abklärung.

Schritt 3: Ergänzende Diagnostik bei Bedarf

Bei auffälligen oder widersprüchlichen Befunden können weitere Laboruntersuchungen, zusätzliche bildgebende Verfahren oder in ausgewählten Fällen eine Leberbiopsie notwendig sein.

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Kann eine Leberelastographie eine Leberbiopsie ersetzen?

Bei vielen chronischen Lebererkrankungen ermöglichen nichtinvasive Untersuchungen heute eine ausreichende Risikobeurteilung, sodass auf eine Leberbiopsie verzichtet werden kann.

Die Elastographie kann jedoch nicht sämtliche mikroskopischen Veränderungen des Lebergewebes erfassen.

Insbesondere bei Verdacht auf Autoimmunhepatitis, unklarer Krankheitsursache oder widersprüchlichen Befunden kann eine histologische Gewebeuntersuchung notwendig bleiben.

Lebersteifigkeit und Leberfett – zwei unterschiedliche Messgrössen

Eine Leberverfettung (Steatose) und eine Leberfibrose sind unterschiedliche Veränderungen.

Die Leberelastographie untersucht vor allem die Gewebesteifigkeit und unterstützt damit die Beurteilung des Fibroserisikos.

Die Leberfettmessung dient dagegen der Einschätzung des Fettgehalts im Lebergewebe.

Bei Vivomed kann die Beurteilung der Leberverfettung durch moderne ultraschallbasierte Attenuationsverfahren ergänzt werden.

Beide Messgrössen können für die Gesamtbeurteilung einer metabolischen Lebererkrankung relevant sein.

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Wie bereite ich mich auf eine Leberelastographie vor?

Für eine zuverlässige Messung der Lebersteifigkeit ist eine standardisierte Vorbereitung wichtig.

Muss ich für FibroScan oder Scherwellen-Elastographie nüchtern sein?

Für eine Leberelastographie wird häufig empfohlen, mindestens drei Stunden vor der Untersuchung nichts mehr zu essen.

Wenn gleichzeitig eine vollständige Oberbauchsonographie durchgeführt wird, kann eine längere Nüchternphase, beispielsweise sechs Stunden, sinnvoll sein.

Die genauen Vorgaben richten sich nach dem vorgesehenen Untersuchungsprotokoll.

Darf ich vor der Untersuchung Wasser trinken?

Kleine Mengen Wasser sind je nach Untersuchungsprotokoll häufig erlaubt.

Bitte beachten Sie die individuellen Vorbereitungsanweisungen von Vivomed.

Muss ich Medikamente absetzen?

Für eine einfache Leberelastographie müssen regelmässig eingenommene Medikamente normalerweise nicht abgesetzt werden.

Bei Diabetes oder besonderen medizinischen Situationen können wegen der Nüchternphase individuelle Anpassungen notwendig sein.

Setzen Sie Medikamente niemals ohne ärztliche Rücksprache ab.

Wie läuft eine Lebersteifigkeitsmessung bei Vivomed Bern ab?

1. Beurteilung der Vorbefunde

Vor der Untersuchung werden Ihre Beschwerden, Leberwerte, Stoffwechselparameter und bereits vorhandene Ultraschallbefunde berücksichtigt.

Bei metabolischen Risikofaktoren kann ergänzend der FIB-4-Score berechnet werden.

2. Lagerung und Ultraschalluntersuchung

Sie liegen während der Untersuchung normalerweise auf dem Rücken. Der rechte Arm kann hinter dem Kopf gelagert werden, um die Zwischenrippenräume besser zugänglich zu machen.

Der Schallkopf wird auf der rechten Oberbauchseite angesetzt.

3. Auswahl der geeigneten Messregion

Unter Ultraschallkontrolle wird ein geeigneter Bereich der Leber ausgewählt.

Dabei werden insbesondere grössere Blutgefässe, die Leberkapsel und mögliche fokale Veränderungen berücksichtigt.

4. Wiederholte Steifigkeitsmessungen

Die Gewebesteifigkeit wird mit mehreren Messungen bestimmt.

Aus den technisch geeigneten Messungen wird ein repräsentativer Wert berechnet.

Für die Beurteilung sind neben dem eigentlichen Messwert auch die Messqualität und die Streuung der Einzelmessungen wichtig.

5. Ärztliche Interpretation

Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit Ihren Laborwerten, der Grunderkrankung und den übrigen Untersuchungsbefunden beurteilt.

Bei auffälligen Messwerten besprechen wir, ob eine weitere Abklärung, eine Behandlung oder eine Verlaufskontrolle sinnvoll ist.

Wie lange dauert eine Leberelastographie?

Die eigentliche Messung der Lebersteifigkeit dauert häufig nur wenige Minuten.

In Kombination mit einer ausführlichen Oberbauchsonographie und der Befundbesprechung sollten Sie ungefähr 15 bis 30 Minuten einplanen.

Bei komplexen Fragestellungen kann die Untersuchung länger dauern.

Ist eine Leberelastographie schmerzhaft?

Die Untersuchung ist normalerweise schmerzfrei.

Gelegentlich kann durch den Schallkopf ein leichter Druck im rechten Oberbauch entstehen.

Eine Sedierung und eine Gewebeentnahme sind für die Lebersteifigkeitsmessung nicht erforderlich.

Ist die Leberelastographie gefährlich?

Die diagnostische Ultraschall-Elastographie verwendet keine ionisierende Strahlung und gilt bei sachgerechter Anwendung als sehr sicheres Verfahren.

Die Untersuchung kann bei entsprechender medizinischer Indikation wiederholt werden.

Die wichtigsten Einschränkungen betreffen weniger die Sicherheit als die mögliche Messungenauigkeit bei bestimmten Erkrankungen oder ungünstigen Untersuchungsbedingungen.

Wie oft sollte eine Leberelastographie wiederholt werden?

Das Kontrollintervall hängt von der zugrunde liegenden Lebererkrankung und dem individuellen Risiko ab.

Bei niedrigem Risiko kann eine erneute Risikobeurteilung nach einem längeren Zeitraum ausreichen.

Bei bekannter fortgeschrittener Leberfibrose oder unter laufender Behandlung können kürzere Intervalle sinnvoll sein.

Für Verlaufskontrollen sollte möglichst dasselbe Messverfahren unter vergleichbaren Bedingungen eingesetzt werden.

Was kostet eine Leberelastographie in der Schweiz?

Die Kostenübernahme einer Leberelastographie hängt von der medizinischen Indikation, dem eingesetzten Untersuchungsverfahren und den geltenden schweizerischen Abrechnungsbestimmungen ab.

Bei einer medizinisch begründeten Abdomensonographie werden die entsprechenden ärztlichen Leistungen im Rahmen der Grundversicherung in der Regel übernommen.

Ob eine zusätzliche spezialisierte Elastographiemessung separat vergütet wird, muss anhand der konkret erbrachten Leistung geprüft werden.

Franchise und Selbstbehalt bleiben gegebenenfalls vorbehalten.

Warum Leberelastographie bei Vivomed – Gastroenterologie Bern?

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern verbinden wir moderne hochauflösende Ultraschalltechnik mit fachärztlicher Erfahrung in der gastroenterologischen und hepatologischen Diagnostik.

Unser Untersuchungsspektrum umfasst:

  • Scherwellen-Elastographie: Nichtinvasive Messung der Lebersteifigkeit.
  • Hochauflösenden Bauchultraschall: Darstellung von Leberstruktur und weiteren Bauchorganen.
  • Ultraschallbasierte Leberfettmessung: Ergänzende Beurteilung einer möglichen Leberverfettung.
  • Individuelle Fibroserisikostratifizierung: Kombination von Laborwerten, FIB-4 und bildgebenden Untersuchungen.
  • Kontrastmittelsonographie (CEUS): Ergänzende Abklärung ausgewählter fokaler Leberveränderungen.
  • Weiterführende Leberdiagnostik: Bei Bedarf gezielte Planung zusätzlicher Untersuchungen oder einer Leberbiopsie.
  • Persönliche Befundbesprechung: Individuelle Interpretation und Empfehlung zum weiteren Vorgehen.

Leberelastographie bei Vivomed Bern – Termin vereinbaren

Sie haben dauerhaft erhöhte Leberwerte, eine bekannte Fettleber, Typ-2-Diabetes oder den Verdacht auf eine chronische Lebererkrankung?

Bei Vivomed – Gastroenterologie Bern prüfen wir, ob eine nichtinvasive Lebersteifigkeitsmessung für Ihre Fragestellung sinnvoll ist.

Bereits vorhandene Laborwerte sowie frühere Ultraschall-, FibroScan- oder MRI-Befunde können für die Beurteilung hilfreich sein.

Vereinbaren Sie einen Termin zur spezialisierten Leberdiagnostik in Bern.

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Häufige Fragen zu FibroScan und Leberelastographie

Was ist eine Leberelastographie?

Die Leberelastographie ist eine nichtinvasive Ultraschalluntersuchung zur Messung der Lebersteifigkeit. Sie hilft, das Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose und Leberzirrhose einzuschätzen.

Was ist der Unterschied zwischen FibroScan und Scherwellen-Elastographie?

FibroScan verwendet die vibrationskontrollierte transiente Elastographie (VCTE). Die Scherwellen-Elastographie (SWE) erzeugt Scherwellen mithilfe spezieller Ultraschallimpulse und kann in ein konventionelles Ultraschallgerät integriert sein. Beide Verfahren dienen der Lebersteifigkeitsmessung, ihre Grenzwerte sind jedoch nicht uneingeschränkt austauschbar.

Kann man mit FibroScan eine Leberzirrhose erkennen?

Eine deutlich erhöhte Lebersteifigkeit kann auf eine fortgeschrittene Fibrose oder Leberzirrhose hinweisen. Die Diagnose wird jedoch nicht anhand eines einzelnen Messwertes gestellt, sondern zusammen mit Laborwerten, Ultraschallbefunden und der klinischen Situation beurteilt.

Was bedeutet ein FibroScan-Wert unter 8 kPa?

Bei Patienten mit metabolisch bedingter Fettlebererkrankung spricht ein VCTE-Wert unter 8 kPa häufig gegen eine fortgeschrittene Leberfibrose. Die Aussage gilt nicht uneingeschränkt für alle Lebererkrankungen oder andere Elastographieverfahren.

Was bedeutet ein FibroScan-Wert über 12 kPa?

Bei MASLD erhöht ein VCTE-Wert ab ungefähr 12 kPa die Wahrscheinlichkeit einer fortgeschrittenen Leberfibrose. Eine Leberzirrhose ist damit allein nicht bewiesen. Für die Interpretation sind die Grunderkrankung, Messqualität und weitere Untersuchungsergebnisse entscheidend.

Was bedeuten die Fibrosegrade F0 bis F4?

F0 bezeichnet eine fehlende relevante Fibrose, F1 eine leichte, F2 eine signifikante und F3 eine fortgeschrittene Fibrose. F4 bezeichnet eine Leberzirrhose. Diese Stadien stammen aus histologischen Bewertungssystemen und können nicht direkt aus einem einzelnen Elastographiewert abgelesen werden.

Muss ich für FibroScan oder SWE nüchtern sein?

Für eine Leberelastographie wird häufig eine Nüchternphase von mindestens drei Stunden empfohlen. Bei einer zusätzlichen Oberbauchsonographie können längere Zeitvorgaben gelten. Bitte beachten Sie die individuellen Vorbereitungsanweisungen von Vivomed.

Können erhöhte Leberwerte den FibroScan-Wert beeinflussen?

Ja. Eine ausgeprägte Leberentzündung kann die Lebersteifigkeit erhöhen, ohne dass der Messwert ausschliesslich auf eine Fibrose zurückzuführen ist. Auch Cholestase und venöse Leberstauung können die Messwerte beeinflussen.

Wie kann ich einen Termin für Leberelastographie bei Vivomed Bern vereinbaren?

Sie können über unsere Kontaktseite einen Termin zur spezialisierten Leberdiagnostik vereinbaren. Vorhandene Laborwerte und frühere Leberuntersuchungen sind für die Beurteilung hilfreich.

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Wissenschaftliche Grundlagen und Leitlinien

Die bei Vivomed – Gastroenterologie Bern eingesetzten Verfahren zur nichtinvasiven Untersuchung der Lebersteifigkeit orientieren sich an international anerkannten wissenschaftlichen Leitlinien und Empfehlungen.

Die transiente Elastographie (FibroScan/VCTE) und die Scherwellen-Elastographie (SWE) unterstützen die Beurteilung einer möglichen Leberfibrose bei chronischen Lebererkrankungen. Die Ergebnisse werden zusammen mit Laborwerten, klinischen Befunden und weiteren Untersuchungen interpretiert.

  1. EASL – Nichtinvasive Diagnostik von Leberfibrose und Lebererkrankungen.
    European Association for the Study of the Liver (EASL). EASL Clinical Practice Guidelines on non-invasive tests for evaluation of liver disease severity and prognosis – 2021 update.
    Journal of Hepatology. 2021;75:659–689.
    EASL-Leitlinie zur nichtinvasiven Leberdiagnostik →
  2. EFSUMB – Klinische Anwendung der Leberelastographie.
    Dietrich CF, et al. EFSUMB Guidelines and Recommendations on the Clinical Use of Liver Ultrasound Elastography, Update 2017 (Long Version).
    Ultraschall in der Medizin. 2017;38:e16–e47.
    EFSUMB-Leitlinie zu FibroScan und Scherwellen-Elastographie →
  3. EASL / EASD / EASO – Diagnostik der metabolischen Fettlebererkrankung (MASLD).
    European Association for the Study of the Liver, European Association for the Study of Diabetes und European Association for the Study of Obesity. EASL-EASD-EASO Clinical Practice Guidelines on the Management of Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease (MASLD).
    Journal of Hepatology. 2024;81:492–542.
    Europäische MASLD-Leitlinie 2024 →
  4. Society of Radiologists in Ultrasound – Messqualität und Interpretation der Lebersteifigkeit.
    Barr RG, et al. Update to the Society of Radiologists in Ultrasound Liver Elastography Consensus Statement.
    Radiology. 2020;296:263–274.
    Internationaler Konsensus zur Scherwellen-Elastographie →
  5. Baveno VII – Lebersteifigkeit und portale Hypertension.
    de Franchis R, et al. Baveno VII – Renewing consensus in portal hypertension.
    Journal of Hepatology. 2022;76:959–974.
    Baveno-VII-Konsensus zur fortgeschrittenen Lebererkrankung →

Hinweis zur Interpretation: Die gemessene Lebersteifigkeit ist nicht mit einem histologischen Fibrosestadium gleichzusetzen. Grenzwerte hängen unter anderem von der Untersuchungsmethode, der zugrunde liegenden Lebererkrankung und möglichen Einflussfaktoren wie Entzündung, Cholestase oder Leberstauung ab. FibroScan und Scherwellen-Elastographie verwenden teilweise unterschiedliche Messverfahren und sind nicht uneingeschränkt austauschbar.

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten zum Bauchultraschall (Abdomensonographie) und zur Leberfettgehaltsmessung.

 

Über den Autor: Dr. med. Stefan Schlosser ist Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin und hält einen Masterabschluss in Gesundheitsökonomie. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung verfügt er über einen breiten klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungsschatz. Er ist spezialisiert auf interventionelle minimalinvasive Endoskopie, Funktionsdiagnostik und Endobariatrie. Dr. Schlosser engagiert sich als Kursleiter der SGUM in der Ultraschallausbildung junger Ärzt:innen und ist Mitglied der Schweizer, Europäischen und Amerikanischen Gesellschaft für Gastroenterologie (SGG, ESGE, ASGE). Er arbeitet in einer SIWF-anerkannten ambulanten Weiterbildungsstätte in Bern.