Darmkrebsvorsorge in Bern – frühzeitig vorsorgen bei Vivomed und Leben retten

Die Darmkrebsvorsorge ist eine der wirksamsten Massnahmen zur Früherkennung und Prävention von Darmkrebs. In der Praxis Vivomed – Gastroenterologie Bern bieten wir eine strukturierte, medizinisch fundierte Darmkrebsvorsorge an – individuell abgestimmt und mit moderner endoskopischer Diagnostik.

Wir betreuen Patientinnen und Patienten aus Bern, der Deutschschweiz, dem Wallis sowie überregional.

Warum ist Darmkrebsvorsorge so wichtig?

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen, lässt sich jedoch bei frühzeitiger Erkennung sehr gut behandeln. In vielen Fällen entsteht Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen (Polypen), die über Jahre wachsen und bei einer Vorsorgeuntersuchung rechtzeitig entdeckt und entfernt werden können.

Das macht die Darmkrebsvorsorge besonders effektiv: Sie kann Krebs verhindern, nicht nur früh erkennen.

Personen mit Beschwerden:

Das Screening-Programm ist nicht für Personen mit abklärungsbedürftigen Darmbeschwerden vorgesehen. Sind Sie unsicher, dann besprechen Sie das Vorgehen am besten mit Ihrem Hausarzt ab oder kontaktieren Sie die Hotline des Darmkrebsscreenings.

Ab welchem Alter ist eine Darmkrebsvorsorge sinnvoll?

Eine Vorsorge wird in der Regel empfohlen:

  • ab dem 50. Lebensjahr bei durchschnittlichem Risiko
  • früher, wenn:
    • Darmkrebs in der Familie vorkommt
    • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bestehen
    • bereits Polypen festgestellt wurden

Gerne beraten wir Sie bei Vivomed in Bern individuell, welcher Zeitpunkt und welche Methode für Sie sinnvoll ist.

Welche Methoden der Darmkrebsvorsorge gibt es?

1. Darmspiegelung (Koloskopie) – Goldstandard der Vorsorge

Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode der Darmkrebsvorsorge. Sie ermöglicht:

  • vollständige Untersuchung des Dickdarms
  • Erkennung kleinster Schleimhautveränderungen
  • sofortige Entfernung von Polypen

Die Koloskopie erfolgt bei Vivomed ambulant und schonend im Kurzschlaf ohne dass Sie etwas merken. 

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Hier gehts zum Darmkrebs-Schnellcheck. Das Darmkrebs-Screening richtet sich an beschwerdefreie Personen mit einem durchschnittlichen Darmkrebsrisiko.

2. Stuhltests

Stuhltests können Hinweise auf verborgenes Blut liefern, ersetzen jedoch keine Darmspiegelung, da Polypen damit nicht erkannt oder entfernt werden können.

Die Darmspiegelung als Schlüssel zur Darmkrebsprävention und für Ihre langfristige Gesundheit

Die Darmspiegelung spielt nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Darmkrebsfrüherkennung, sondern sie kann auch einen positiven Einfluss auf Ihre langfristige Gesundheit und Lebensqualität haben. Langlebigkeit und Gesundheitsoptimierung sind zunehmend beliebte Themen, und die Darmspiegelung bietet eine effiziente, minimalinvasive Möglichkeit, Ihr Risiko für Darmkrebs zu verringern und gleichzeitig gesunde Lebensgewohnheiten zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um die Früherkennung von Polypen und Tumoren, sondern auch um die Förderung eines gesunden Darmmikrobioms und eine bessere Lebensqualität.
 

Darmspiegelung für mehr Lebensqualität und Langlebigkeit

In der heutigen Zeit, in der der Fokus immer stärker auf Langlebigkeit und einem gesunden Lebensstil liegt, ist die Darmgesundheit zu einem wichtigen Bestandteil der Gesundheitsoptimierung geworden. Die Darmspiegelung spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie nicht nur eine frühe Erkennung von Darmkrebs ermöglicht, sondern auch das Risiko für verschiedene Darmkrankheiten wie entzündliche Darmerkrankungen oder Reizdarm verringern kann.

Die Prävention von Darmkrebs durch Darmspiegelungen ermöglicht es, kleine Polypen, die sich zu Tumoren entwickeln können, frühzeitig zu entfernen. Eine solche Maßnahme kann Jahre des gesunden Lebens sichern und die Notwendigkeit von invasiven Behandlungen in der Zukunft vermeiden. Diese präventive Handlung hat nicht nur gesundheitliche Vorteile, sondern kann auch zu einer längeren und gesünderen Lebensspanne führen, da der Darm eine Schlüsselrolle für die allgemeine Gesundheit spielt.

Darmmikrobiom und Gesundheit – Ein unschätzbarer Zusammenhang

Das Darmmikrobiom – die Gemeinschaft von Mikroorganismen, die unseren Verdauungstrakt bewohnen – hat einen direkten Einfluss auf unser Immunsystem, unsere Verdauung und sogar auf unser allgemeines Wohlbefinden. Eine regelmäßige Darmspiegelung kann sicherstellen, dass der Darm gesund bleibt und das Mikrobiom optimal funktioniert. Studien haben gezeigt, dass ein gesundes Mikrobiom mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit von entzündlichen Darmerkrankungen und sogar Darmkrebs verbunden ist.

Durch die Entfernung von Polypen und das frühzeitige Erkennen von Krebsvorstufen wird das Mikrobiom des Darms optimal unterstützt. In der Folge kann dies nicht nur das Risiko für Darmkrebs senken, sondern auch für eine Vielzahl von chronischen Erkrankungen, die durch eine Dysbiose (Ungleichgewicht im Mikrobiom) begünstigt werden.
 

Live Hacking: Wie Sie mit der Darmspiegelung Ihre Gesundheit optimieren können

Die Idee des Live Hacking, also der gezielten Optimierung des Lebensstils und der Gesundheitsstrategien für eine bessere Langlebigkeit, hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erregt. Dabei geht es nicht nur um körperliche Fitness, sondern auch um präventive medizinische Maßnahmen wie die Darmspiegelung. Eine frühzeitige Darmkrebs-Früherkennung kann als eine Form des "Hacking" betrachtet werden, das Ihnen ermöglicht, Ihre Gesundheit zu verbessern und zu verlängern.

Darmkrebs entwickelt sich meist über Jahre, und mit einer regelmäßigen Darmspiegelung können Sie sicherstellen, dass sich keine Polypen zu Tumoren entwickeln. Dies ist eine einfache, aber äußerst effektive Maßnahme, die zur Verlängerung der Lebensspanne und Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Es ist auch eine der besten Methoden, um die Darmgesundheit und damit das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
 

FAQ-Fragen:  Darmkrebsscreening und Darmvorsorge.

Wer führt die Untersuchung durch?

Die Darmspiegelung kann bei fast allen Untersuchten ambulant in einer Magen-Darm-Praxis durchgeführt werden. Eine Koloskopie dürfen nur Mediziner durchführen, die eine besondere Ausbildung zu dieser Untersuchung absolviert haben. Für eine gute Qualität müssen Gastroenterologen eine festgelegte Mindestanzahl von Darmspiegelungen pro Jahr nachweisen. Für Praxen und Kliniken, die Koloskopien durchführen, gibt es zudem besondere Hygienevorschriften und Qualitätsnormen, deren Einhaltung überprüft wird.

Ist eine Darmspiegelung schmerzhaft?

In der Regel ist eine Darmspiegelung nicht mit Schmerzen verbunden. Sie kann jedoch bei einigen Bewegungen des Endoskops als unangenehm empfunden werden. Bekommt der Patient eine Kurznarkose, spürt er nichts von den Bewegungen und bekommt die eigentliche Untersuchung überhaupt nicht mit.

Essen vor der Darmspiegelung?

Etwa drei Tage vor der Untersuchung sollten Patienten keine körnerhaltigen Lebensmittel mehr verzehren. Dazu gehören auch körnerhaltige Früchte wie beispielsweise Beeren oder Kiwis. 24 Stunden vor der Untersuchung sollte darauf geachtet werden, keine schwer verdaulichen oder blähende Lebensmittel zu sich zu nehmen. Am Vortag der Darmspiegelung dürfen die Patienten ein leicht verdauliches Frühstück zu sich nehmen, anschließend sollten sie auf feste Nahrung verzichten. Viel Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder Brühe hilft dabei, den Darm zu spülen. Am Nachmittag oder Abend sowie am Morgen direkt vor der Untersuchung nimmt der Patient ein Abführmittel ein, das den Darm vollständig entleert. Das Abführmittel wird als Flüssigkeit eingenommen. Hat ein Patient einen trägen Darm, ist es wichtig, dass mit der Ernährungsumstellung früher begonnen wird. 

Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

Während der Darmspiegelung führt der Arzt ein flexibles Endoskop (Koloskop) durch den Darm ein. Vor der Untersuchung wird ein Beruhigungsmittel verabreicht, sodass die meisten Patienten die Untersuchung kaum wahrnehmen. Die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten und ist eine der sichersten Methoden zur Früherkennung von Darmkrebs.

Was passiert, wenn Polypen entdeckt werden?

Polypen werden bei etwa 50% der Patienten während einer Darmspiegelung gefunden. Wenn diese klein und unauffällig sind, reicht in der Regel eine Nachuntersuchung nach 10 Jahren. Größere oder auffälligere Polypen erfordern jedoch eine frühere Nachsorge (meist nach 3-5 Jahren). Wir verwenden verschiedene Verfahren zur Polypenentfernung, wie die Kaltschlingenabtragung oder Unterwasser-EMR, um die Polypen sicher zu entfernen.

Wie lange dauert die Darmspiegelung und wie geht es danach weiter?

Die Darmspiegelung dauert in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten. Direkt nach der Untersuchung können Sie wieder essen und trinken. Es wird jedoch empfohlen, für 24 Stunden nach der Untersuchung keine Maschinen zu bedienen oder Auto zu fahren, da die Wirkung des Beruhigungsmittels nachwirken kann. Die Nachsorge hängt von den Ergebnissen der Untersuchung ab.

Darmspiegelung – Was danach beachten?

Da die Darmspiegelung in der Regel ein ambulanter Eingriff ist, kann der Patient noch am gleichen Tag nach Hause. Worauf ein Patient direkt nach der Untersuchung achten muss, finden Sie in den nächsten Abschnitten.

Wann darf ich danach essen?

Nach einer Darmspiegelung darf man wieder ganz normal essen und trinken. Manchmal braucht die Verdauung jedoch einige Tage, bis sie sich wieder eingependelt und sich alles normalisiert hat.

Wann darf ich nach Hause?

Bei einer Sedierung wird empfohlen, dass ein Patient noch 30 bis 60 Minuten überwacht wird. Danach hat sich der Patient erholt haben und kann nach Hause.

Wann darf ich wieder Auto fahren?

Sofern eine Sedierung oder gar eine Vollnarkose verwendet wurde, ist es dem Patienten untersagt aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. In den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff ist das Autofahren, das Fahrradfahren und allgemein eine aktive Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr verboten. Man sollte in diesem Fall also unbedingt eine Begleitperson mitbringen, die einen dann nach Hause fahren kann.

Wie laufen Nachkontrollen nach der Darmspiegelung ab?

Wenn Polypen klein und unauffällig sind, reicht es nach deren Entfernung, die nächste Darmspiegelung in etwa 10 Jahren durchzuführen. Werden jedoch größere oder auffälligere Polypen entfernt, ist eine frühere Kontrolle erforderlich, meist innerhalb von 3 bis 5 Jahren. Die regelmäßige Überwachung stellt sicher, dass mögliche neue Polypen frühzeitig entdeckt und entfernt werden können, um das Risiko einer Darmkrebserkrankung zu minimieren.

Wie kann ich einen Termin für eine Darmspiegelung bei Vivomed in Bern buchen?

Um eine Darmspiegelung im Rahmen des Darmkrebsscreeningprogramms bei Vivomed zu buchen, müssen Sie sich vorab im Screeningprogram registrieren und die Registrierung abschliessen!

Mit der Registrierungsnummer können Sie sich danach bei uns anmelden. Fragen Sie bitte vor der Untersuchung beim Screeningprogram nach, ob Sie freigeschaltet sind und geben Sie dort den Termin an. 

Wie oft sollte eine Darmkrebsvorsorge erfolgen?
  • Bei unauffälligem Befund: meist alle 10 Jahre
  • Bei Polypen: individuell kürzere Kontrollintervalle
  • Bei erhöhtem Risiko: angepasstes Vorsorgekonzept

Die Intervalle werden stets auf Ihre persönliche und familiäre StephanSituation abgestimmt.

 

Über den Autor: Dr. med. Stefan Schlosser ist Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin und hält einen Masterabschluss in Gesundheitsökonomie. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung verfügt er über einen breiten klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungsschatz. Er ist spezialisiert auf interventionelle minimalinvasive Endoskopie, Funktionsdiagnostik und Endobariatrie. Dr. Schlosser engagiert sich als Kursleiter der SGUM in der Ultraschallausbildung junger Ärzt:innen und ist Mitglied der Schweizer, Europäischen und Amerikanischen Gesellschaft für Gastroenterologie (SGG, ESGE, ASGE). Er arbeitet in einer SIWF-anerkannten ambulanten Weiterbildungsstätte in Bern.