Chirurgische Bariatrie: Eine effektive Behandlung bei Adipositas
Die chirurgische Bariatrie ist eine bewährte Behandlungsmethode zur langfristigen Gewichtsreduktion bei Menschen mit schwerer Adipositas (Fettleibigkeit). Sie kann eine entscheidende Rolle im Management von Übergewicht und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken spielen. Als erfahrener Gastroenterologe in der Schweiz bieten wir umfassende Beratungen und Behandlungen, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über die verschiedenen bariatrischen Operationen und deren Indikationen.
Bariatrische Chirurgie umfasst chirurgische Eingriffe, die darauf abzielen, das Körpergewicht von Patienten mit schwerer Adipositas zu reduzieren. Die Eingriffe wirken sich auf den Verdauungstrakt aus, um die Nahrungsaufnahme zu reduzieren oder die Verdauung und Absorption von Nährstoffen zu verändern. Die gewichtsreduzierende Wirkung kann helfen, das Risiko für Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe und Gelenkerkrankungen zu verringern.
Die chirurgische Behandlung von Adipositas wird in der Regel für Patienten in Betracht gezogen, die unter schwerer Adipositas leiden und bei denen andere konservative Behandlungsmethoden (wie Diät und Bewegung) nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Zu den häufigsten Indikationen zählen:
Die Entscheidung für eine bariatrische Operation sollte stets in enger Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Arzt getroffen werden, um die besten langfristigen Ergebnisse zu erzielen.
Es gibt mehrere chirurgische Verfahren zur Gewichtsreduktion, die je nach individuellem Gesundheitszustand und Zielsetzung des Patienten ausgewählt werden. Die gängigsten Methoden sind:
Die Sleeve-Gastrektomie ist eine der häufigsten bariatrischen Operationen. Bei dieser Methode wird ein großer Teil des Magens entfernt, wodurch ein schlauchförmiger Magen entsteht. Der verbleibende Magen hat nur noch etwa 15–25 % der ursprünglichen Größe, was das Hungergefühl erheblich reduziert. Da der Magen kleiner ist, wird auch die Nahrungsaufnahme drastisch eingeschränkt, was zu einer erheblichen Gewichtsreduktion führt.
Vorteile:
Nachteile:
Der Magenbypass ist eine der ältesten und effektivsten bariatrischen Operationen. Dabei wird der Magen in zwei Teile unterteilt: Ein kleiner Magenbeutel, der direkt mit dem Dünndarm verbunden wird. Der größere Magenbereich wird umgangen. Dadurch wird sowohl die Nahrungsaufnahme als auch die Nährstoffabsorption stark eingeschränkt.
Vorteile:
Nachteile:
Der SADI-S ist ein relativ neues Verfahren, das eine Kombination der Vorteile des Magenbypasses und der Sleeve-Gastrektomie bietet. Dabei wird der Magen ebenfalls verkleinert, jedoch wird der Dünndarm umgeleitet, was sowohl die Nahrungsaufnahme als auch die Absorption beeinflusst. Es handelt sich um eine einzeitige Umgehung des Duodenums und des oberen Dünndarms.
Vorteile:
Nachteile:
Unabhängig vom gewählten Verfahren ist eine enge Nachsorge entscheidend für den langfristigen Erfolg der bariatrischen Chirurgie. Dies umfasst regelmäßige Nachuntersuchungen, Ernährungsberatung und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, um Nährstoffmängel zu vermeiden.
Die bariatrische Chirurgie kann nicht nur die Lebensqualität erheblich verbessern, sondern auch das Risiko für schwere Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Schlafapnoe verringern.
Die chirurgische Bariatrie stellt eine effektive Lösung für Patienten mit schwerer Adipositas dar, insbesondere wenn konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg zeigen. Durch Verfahren wie die Sleeve-Gastrektomie, den Magenbypass oder den SADI-S können signifikante Gewichtsverluste erzielt und gesundheitliche Risiken minimiert werden.