Reliable diagnosis of lactose intolerance and lactose intolerance.
H2 breath test: Reliable diagnosis for lactose intolerance
Do you suffer from unclear, recurring gastrointestinal complaints such as bloating, diarrhea or abdominal pain? Lactose intolerance is a common cause. This can be detected easily, quickly and reliably with an H2 breath test. Other food intolerances such as fructose malabsorption or bacterial colonization of the small intestine (SIBO) can also be diagnosed using a breath test.
What is lactose intolerance?
In Switzerland, around 15 to 20 percent of the population are affected by lactose intolerance. This means that the body cannot digest milk sugar (lactose) properly as the enzyme lactase required for this is either missing or is only produced in small quantities. This can lead to digestive problems such as flatulence, diarrhea or abdominal pain. The H2 breath test is a proven method for making a reliable diagnosis and clarifying the cause of the symptoms.
How does the H2 breath test work?
The H2 breath test is based on a simple principle: when undigested lactose enters the large intestine, it is fermented there by bacteria. This produces gases such as hydrogen (H2), methane and carbon dioxide. The hydrogen is partially exhaled through the lungs and can be measured with a special measuring device. The higher the hydrogen content in the breath, the more pronounced the intolerance.
Procedure and preparation of the H2 breath test
The H2 breath test is a non-invasive test and therefore particularly gentle. Nevertheless, some preparations are necessary to ensure a reliable test result:
- Fasting: no food should be consumed for at least 12 to 15 hours before the test (still water is permitted).
- Diet: You will receive special instructions from us so that the test can be carried out reliably. Among other things, it is necessary to avoid high-fiber foods for a certain period of time.
The test begins with a fasting measurement of the hydrogen content in your breath. A lactose solution is then drunk and the measurements are taken at defined intervals over a period of two to three hours.
When is an H2 breath test useful?
An H2 breath test is recommended if the following symptoms occur regularly:
- Flatulence and bloating
- Abdominal pain or cramps
- Diarrhea or constipation
- nausea after eating dairy products or certain foods
If you suffer from these symptoms, an H2 breath test can help to clarify the cause and make targeted dietary adjustments. Make an appointment at our gastroenterology practice in Bern for a comprehensive assessment and individual consultation.
Was ist eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)?
Laktose ist ein natürlicher Zucker, der hauptsächlich in Milch und verschiedenen Milchprodukten vorkommt.
Damit Laktose im Dünndarm aufgenommen werden kann, muss sie durch das Enzym Laktase in Glukose und Galaktose gespalten werden.
Bei einem Laktasemangel wird ein Teil der Laktose nicht vollständig verdaut. Der unverdaute Milchzucker gelangt in tiefere Darmabschnitte und wird dort durch Darmbakterien fermentiert.
Dabei entstehen Gase und weitere Stoffwechselprodukte, die Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen können.
Primäre und sekundäre Laktoseintoleranz
Wir unterscheiden hauptsächlich zwei Formen:
- Primärer Laktasemangel: Genetisch bedingte Abnahme der Laktaseaktivität im Laufe des Lebens. Dies ist die häufigste Ursache einer Laktosemalabsorption.
- Sekundärer Laktasemangel: Vorübergehend oder längerfristig verminderte Laktaseaktivität infolge einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut, beispielsweise bei Zöliakie, bestimmten Darminfektionen oder entzündlichen Erkrankungen.
Ist Laktoseintoleranz eine Milchallergie?
Nein. Eine Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine Störung der Milchzuckerverdauung.
Bei einer Kuhmilchproteinallergie reagiert das Immunsystem auf Eiweissbestandteile der Milch. Die diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen unterscheiden sich deshalb grundlegend.
Wie funktioniert der H₂-Laktose-Atemtest?
Der Wasserstoff-Atemtest nutzt die Tatsache, dass unverdaute Laktose durch Darmbakterien fermentiert wird.
Dabei kann Wasserstoff (H₂) entstehen, der über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt und anschliessend über die Lunge ausgeatmet wird.
Nach Einnahme einer definierten Laktoselösung messen wir in regelmässigen Abständen die Wasserstoffkonzentration in der Atemluft.
Was zeigt ein erhöhter H₂-Wert?
Ein entsprechender Anstieg der Wasserstoffkonzentration kann auf eine Laktosemalabsorption hinweisen.
Gemäss europäischer Leitlinie gilt bei geeigneten Testbedingungen ein Anstieg von mindestens 20 ppm über den Ausgangswert als diagnostischer Hinweis auf eine Malabsorption.
Ein hoher H₂-Wert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine besonders schwere Laktoseintoleranz vorliegt.
Für die klinische Beurteilung ist entscheidend, ob die Einnahme der Testsubstanz gleichzeitig typische Beschwerden auslöst.
Malabsorption oder Intoleranz: Was ist der Unterschied?
Eine Laktosemalabsorption bedeutet, dass Laktose nicht vollständig im Dünndarm verdaut und aufgenommen wird.
Von einer Laktoseintoleranz sprechen wir, wenn daraus klinisch relevante Beschwerden entstehen.
Es ist deshalb möglich, dass ein Atemtest eine Laktosemalabsorption zeigt, obwohl die betroffene Person im Alltag nur geringe oder keine Beschwerden hat.
H₂-Laktose-Atemtest: Ablauf und Vorbereitung
Die Untersuchung ist nichtinvasiv, schmerzfrei und erfolgt ambulant in unserer gastroenterologischen Praxis in Bern.
Wie läuft der Atemtest ab?
- Nüchternmessung: Zunächst bestimmen wir die Wasserstoffkonzentration in Ihrer Atemluft.
- Laktoselösung: Sie trinken eine definierte Menge Milchzucker, gelöst in Wasser.
- Wiederholte Atemproben: In festgelegten Zeitabständen wird die H₂-Konzentration erneut gemessen.
- Symptomerfassung: Auftretende Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall werden dokumentiert.
- Ärztliche Auswertung: Wir beurteilen den Verlauf der Messwerte und die Symptomatik im klinischen Zusammenhang.
Wie lange dauert ein Laktose-Atemtest?
Für die Untersuchung sollten Sie, abhängig vom verwendeten Testprotokoll, mehrere Stunden einplanen. Die vorgesehene Dauer teilen wir Ihnen bei der Terminvereinbarung mit.
Wie muss ich mich vorbereiten?
Eine korrekte Vorbereitung ist wichtig, damit die Messungen möglichst aussagekräftig sind.
- Mindestens 12 Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben; stilles Wasser ist in der Regel erlaubt.
- Am Vortag die von Vivomed empfohlene fermentationsarme Ernährung einhalten.
- Vor und während des Tests nicht rauchen und keinen Kaugummi kauen.
- Während der Untersuchung auf intensive körperliche Aktivität verzichten.
- Antibiotika, Probiotika, Abführmittel und andere relevante Medikamente vorgängig mit uns besprechen.
- Kürzlich erfolgte Darmreinigungen oder Darmspiegelungen mitteilen.
Bitte beachten: Medikamente nicht selbständig absetzen. Sie erhalten vor der Untersuchung unsere konkreten Vorbereitungsanweisungen.
Laktose-Atemtest: Was bedeutet das Ergebnis?
Positiver H₂-Atemtest
Ein diagnostisch relevanter Wasserstoffanstieg spricht für eine Laktosemalabsorption.
Treten gleichzeitig typische Beschwerden auf, unterstützt dies die Diagnose einer klinisch relevanten Laktoseintoleranz.
Eine positive Messung bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Milchprodukte vollständig gemieden werden müssen.
Negativer H₂-Atemtest
Bleibt ein relevanter Wasserstoffanstieg aus, ist eine Laktosemalabsorption weniger wahrscheinlich.
Ein negativer H₂-Test kann eine Laktosemalabsorption allerdings nicht in jedem Fall zuverlässig ausschliessen.
Einige Menschen bilden nur wenig messbaren Wasserstoff, während andere Gase wie Methan entstehen können. Auch die Vorbereitung, der Darmtransit und weitere Einflussfaktoren können die Untersuchung beeinflussen.
Beschwerden trotz negativem Test?
Bestehen die Beschwerden fort, prüfen wir abhängig von der klinischen Situation weitere mögliche Ursachen.
Dazu gehören beispielsweise Fruktosemalabsorption, das Reizdarmsyndrom, eine bakterielle Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO), Zöliakie oder andere gastroenterologische Erkrankungen.
Die weitere Abklärung wird individuell festgelegt.
Laktoseintoleranz behandeln: Was hilft wirklich?
Die Behandlung einer Laktoseintoleranz richtet sich nach dem Ausmass der Beschwerden und der individuell verträglichen Laktosemenge.
Eine vollständig laktosefreie Ernährung ist bei vielen Betroffenen nicht erforderlich.
1. Individuelle Laktosemenge bestimmen
Viele Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen kleinere Mengen Milchzucker, insbesondere wenn sie zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
Die Toleranzgrenze ist individuell unterschiedlich. Eine schrittweise Anpassung der Ernährung kann helfen, Beschwerden zu reduzieren.
2. Laktosearme und laktosefreie Lebensmittel
Bei Beschwerden können laktosefreie Milchprodukte eine gute Alternative sein. Auch viele gereifte Hartkäse enthalten natürlicherweise nur sehr geringe Laktosemengen.
Joghurt mit lebenden Kulturen wird von manchen Betroffenen besser vertragen als Milch.
3. Laktasepräparate
Laktasepräparate können vor einer laktosehaltigen Mahlzeit eingenommen werden und die Verdauung von Milchzucker unterstützen.
Die notwendige Dosierung hängt von der Laktosemenge, dem Präparat und der individuellen Verträglichkeit ab.
4. Ausgewogene Ernährung sicherstellen
Bei einer deutlichen Einschränkung von Milchprodukten sollte besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D geachtet werden.
Eine individuell angepasste Ernährungsberatung kann helfen, Beschwerden zu reduzieren und gleichzeitig eine ausgewogene Ernährung beizubehalten.
Kann eine Laktoseintoleranz wieder verschwinden?
Ein primärer, genetisch bedingter Laktasemangel bleibt meist bestehen.
Eine sekundäre Laktoseintoleranz, beispielsweise nach einer Darminfektion oder bei behandelbarer Schädigung der Dünndarmschleimhaut, kann sich dagegen wieder verbessern.
Weitere Atemtests und gastroenterologische Untersuchungen
Nicht alle Beschwerden nach dem Essen werden durch Laktose verursacht. Bei Vivomed bieten wir weitere Untersuchungen zur Abklärung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und funktionellen Magen-Darm-Beschwerden an.
Fruktose-Atemtest
Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall nach Obst, Fruchtsäften oder fruktosehaltigen Lebensmitteln können durch eine Fruktosemalabsorption mitbedingt sein.
Sorbit-Atemtest
Auch Zuckeralkohole wie Sorbit können bei empfindlichen Menschen Beschwerden verursachen.
SIBO-Atemtest
Bei Verdacht auf eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms kann ein Laktulose-H₂-Atemtest zur weiteren Abklärung eingesetzt werden.
SIBO-Abklärung mit Laktulose-Atemtest
Neurogastroenterologie und Motilitätsstörungen
Bei wiederkehrenden oder komplexen Verdauungsbeschwerden kann eine weiterführende gastroenterologische Funktionsdiagnostik sinnvoll sein.
FAQ questions: Colorectal cancer screening and bowel screening.
Who carries out the screening?
Colonoscopy can be carried out on an outpatient basis in a gastrointestinal practice in almost all cases. A colonoscopy may only be performed by doctors who have completed special training for this examination. To ensure good quality, gastroenterologists must prove that they have performed a specified minimum number of colonoscopies per year. There are also special hygiene regulations and quality standards for practices and clinics that carry out colonoscopies, compliance with which is monitored.
Who carries out the screening?
Colonoscopy can be carried out on an outpatient basis in a gastrointestinal practice in almost all cases. A colonoscopy may only be performed by doctors who have completed special training for this examination. To ensure good quality, gastroenterologists must prove that they have performed a specified minimum number of colonoscopies per year. There are also special hygiene regulations and quality standards for practices and clinics that carry out colonoscopies, compliance with which is monitored.
Who carries out the screening?
Colonoscopy can be carried out on an outpatient basis in a gastrointestinal practice in almost all cases. A colonoscopy may only be performed by doctors who have completed special training for this examination. To ensure good quality, gastroenterologists must prove that they have performed a specified minimum number of colonoscopies per year. There are also special hygiene regulations and quality standards for practices and clinics that carry out colonoscopies, compliance with which is monitored.
Who carries out the screening?
Colonoscopy can be carried out on an outpatient basis in a gastrointestinal practice in almost all cases. A colonoscopy may only be performed by doctors who have completed special training for this examination. To ensure good quality, gastroenterologists must prove that they have performed a specified minimum number of colonoscopies per year. There are also special hygiene regulations and quality standards for practices and clinics that carry out colonoscopies, compliance with which is monitored.
Who carries out the screening?
Colonoscopy can be carried out on an outpatient basis in a gastrointestinal practice in almost all cases. A colonoscopy may only be performed by doctors who have completed special training for this examination. To ensure good quality, gastroenterologists must prove that they have performed a specified minimum number of colonoscopies per year. There are also special hygiene regulations and quality standards for practices and clinics that carry out colonoscopies, compliance with which is monitored.
Who carries out the screening?
Colonoscopy can be carried out on an outpatient basis in a gastrointestinal practice in almost all cases. A colonoscopy may only be performed by doctors who have completed special training for this examination. To ensure good quality, gastroenterologists must prove that they have performed a specified minimum number of colonoscopies per year. There are also special hygiene regulations and quality standards for practices and clinics that carry out colonoscopies, compliance with which is monitored.
Kann man SIBO und IMO mit demselben Test nachweisen?
Zur Beurteilung einer methanassoziierten intestinalen Methanogen-Überwucherung (IMO) ist zusätzlich eine Methanmessung erforderlich. Ein reiner H₂-Test reicht dafür nicht aus.
Ist bei Reizdarm immer ein Atemtest notwendig?
Nein. Die Diagnose eines Reizdarmsyndroms erfordert nicht routinemässig einen Atemtest. Bei bestimmten Verdachtsdiagnosen kann die Untersuchung jedoch ergänzende Informationen liefern.
Muss ich bei einer Laktoseintoleranz vollständig auf Milchprodukte verzichten?
Meist nicht. Die verträgliche Laktosemenge ist individuell unterschiedlich. Viele Betroffene können kleine Mengen Laktose oder laktosefreie Milchprodukte problemlos konsumieren.
Laktoseintoleranz abklären bei Vivomed – Gastroenterologie Bern
Sie leiden wiederholt unter Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall nach Milchprodukten?
Mit einem H₂-Laktose-Atemtest können wir untersuchen, ob eine Laktosemalabsorption vorliegt und ob diese mit Ihren Beschwerden zusammenhängt.
Bei Bedarf erfolgt eine ergänzende gastroenterologische Abklärung, um weitere mögliche Ursachen zu berücksichtigen.
Jetzt Termin vereinbaren
Vivomed – Gastroenterologie Bern
Waisenhausplatz 28
3011 Bern
Telefon: 031 333 32 36
E-Mail: vivomed@hin.ch
Über den medizinischen Autor
Dr. med. Stefan H. Schlosser, MBA, FEBGH
Facharzt FMH für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin
Dr. med. Stefan H. Schlosser ist Gastroenterologe und Leiter von Vivomed – Gastroenterologie Bern.
Zu seinen klinischen Schwerpunkten gehören die Abklärung chronischer Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die gastroenterologische Funktionsdiagnostik sowie die Neurogastroenterologie und Motilitätsstörungen.
In seiner Praxis verbindet er spezialisierte diagnostische Verfahren mit einer individuell abgestimmten medizinischen Beratung und Behandlung.
Mehr über Dr. med. Stefan Schlosser erfahren
Medizinisch geprüft und aktualisiert: Oktober 2026
Wissenschaftliche Grundlagen
- Hammer HF et al. European guideline on indications, performance, and clinical impact of hydrogen and methane breath tests in adult and pediatric patients. United European Gastroenterology Journal. 2022. Europäische Atemtest-Leitlinie
- Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance: pathogenesis, diagnosis and clinical management. Gut. 2019. Fachpublikation
- Rezaie A et al. Hydrogen and Methane-Based Breath Testing in Gastrointestinal Disorders: The North American Consensus. American Journal of Gastroenterology. 2017. Konsensuspublikation
Dieser Artikel dient der allgemeinen medizinischen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beurteilung.