Anhaltende Übelkeit, frühes Völlegefühl, Erbrechen nach dem Essen oder das Gefühl, dass Nahrung über viele Stunden im Magen liegen bleibt, können durch eine Gastroparese verursacht werden. Dabei ist die Magenentleerung verzögert, obwohl keine mechanische Verengung am Magenausgang besteht.

Wenn Ernährungsanpassungen und Medikamente keine ausreichende Besserung bringen und eine relevante Verzögerung der Magenentleerung objektiv nachgewiesen wurde, kann bei ausgewählten Patienten eine G-POEM infrage kommen.

G-POEM steht für Gastric Peroral Endoscopic Myotomy beziehungsweise gastrische perorale endoskopische Pyloromyotomie. Bei diesem minimalinvasiven endoskopischen Verfahren wird die Muskulatur des Magenausgangs – des Pylorus – gezielt gespalten. Dadurch soll sich der Magenausgang leichter öffnen und die Passage des Mageninhaltes in den Dünndarm verbessern.

Was ist eine Gastroparese?
Bei einer Gastroparese entleert sich der Magen deutlich langsamer als normal, ohne dass eine mechanische Blockade oder Verengung vorliegt.

Typische Beschwerden sind:

Übelkeit
Erbrechen, teilweise von Stunden zuvor aufgenommener Nahrung
frühes Sättigungsgefühl
ausgeprägtes Völlegefühl nach Mahlzeiten
Oberbauchdruck und Blähungen
verminderte Nahrungsaufnahme
Gewichtsverlust bei schweren Verläufen
schwankende Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Wichtig ist deshalb, zwischen einer tatsächlich verzögerten Magenentleerung und anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen zu unterscheiden.

Welche Ursachen kann eine Gastroparese haben?
Eine Gastroparese kann unterschiedliche Ursachen haben.

Zu den wichtigsten Formen gehören:

Diabetische Gastroparese:
Eine langjährige Diabeteserkrankung kann die Nerven und Regulationsmechanismen beeinträchtigen, die für die normale Magenbewegung verantwortlich sind.

Idiopathische Gastroparese:
Bei einem Teil der Patienten lässt sich trotz sorgfältiger Abklärung keine eindeutige Ursache feststellen.

Postoperative Gastroparese:
Nach bestimmten Operationen am Magen, an der Speiseröhre oder im Bereich des Nervus vagus kann die Magenentleerung gestört sein.

Darüber hinaus können Medikamente die Magenentleerung beeinflussen. Deshalb ist vor der Diagnose einer Gastroparese eine sorgfältige Überprüfung der aktuellen Medikation wichtig.

Gastroparese oder funktionelle Dyspepsie?
Völlegefühl, frühe Sättigung und Oberbauchbeschwerden bedeuten nicht automatisch, dass eine Gastroparese vorliegt.

Ähnliche Symptome können beispielsweise bei einer funktionellen Dyspepsie, einer Störung der Magenanpassung nach dem Essen oder anderen funktionellen Erkrankungen auftreten.

Diese Unterscheidung ist besonders vor einer G-POEM entscheidend: Eine Behandlung des Pylorus ist nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich Hinweise darauf bestehen, dass die verzögerte Magenentleerung beziehungsweise eine Störung im Bereich des Magenausgangs wesentlich zu den Beschwerden beiträgt.

Wie wird eine Gastroparese diagnostiziert?
Vor einer G-POEM muss die Diagnose zuverlässig gesichert werden.

Gastroskopie
Mit einer Magenspiegelung können strukturelle Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen werden. Insbesondere muss sichergestellt werden, dass keine mechanische Verengung des Magenausgangs oder des Zwölffingerdarms vorliegt.

Bei ausgeprägter Gastroparese kann sich trotz entsprechender Nahrungskarenz noch Nahrung im Magen befinden. Dieser Befund allein beweist jedoch noch keine Gastroparese.

Messung der Magenentleerung
Entscheidend ist der objektive Nachweis einer verzögerten Magenentleerung mit einer dafür validierten Untersuchung.

Als Referenzverfahren wird üblicherweise eine standardisierte Magenentleerungsszintigraphie über vier Stunden eingesetzt.

Dabei wird gemessen, welcher Anteil einer definierten Mahlzeit nach einer bestimmten Zeit noch im Magen vorhanden ist.

Die aktuellen Empfehlungen betonen, dass die Diagnose nicht allein anhand der Beschwerden gestellt werden sollte.

Was bedeutet G-POEM?
G-POEM steht für Gastric Peroral Endoscopic Myotomy.

Andere gebräuchliche Bezeichnungen sind:

Gastric POEM
GPOEM
perorale endoskopische Pyloromyotomie
endoskopische Pyloromyotomie
Das Verfahren basiert auf derselben sogenannten Third-Space-Endoscopy-Technik, die auch bei der POEM-Behandlung der Achalasie eingesetzt wird.

Bei der G-POEM wird jedoch nicht der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen behandelt, sondern der Pylorus am Magenausgang.

Welche Rolle spielt der Pylorus?
Der Pylorus bildet den Übergang vom Magen zum Zwölffingerdarm.

Während der normalen Verdauung koordiniert er gemeinsam mit der Muskulatur des Magens die portionsweise Weiterleitung der Nahrung in den Dünndarm.

Bei einem Teil der Patienten mit Gastroparese scheint eine eingeschränkte Öffnung beziehungsweise erhöhte Spannung des Pylorus wesentlich zur verzögerten Magenentleerung beizutragen.

Genau an diesem Mechanismus setzt die G-POEM an.

Durch die gezielte Spaltung der Pylorusmuskulatur soll der Widerstand am Magenausgang reduziert werden.

Wie läuft eine G-POEM ab?
Die Behandlung erfolgt endoskopisch über den Mund. Ein Bauchschnitt ist nicht notwendig.

1. Endoskopischer Zugang
Das flexible Endoskop wird über Mund und Speiseröhre bis in den Magen vorgeschoben.

Einige Zentimeter vor dem Pylorus wird ein kleiner Zugang in die Magenschleimhaut geschaffen.

2. Bildung eines submukosalen Tunnels
Zwischen der oberflächlichen Schleimhaut und der darunterliegenden Muskelschicht wird ein Tunnel in Richtung Magenausgang angelegt.

Das Endoskop kann innerhalb dieses Tunnels bis zum Pylorus vorgeschoben werden.

3. Pyloromyotomie
Anschliessend wird die verdickte beziehungsweise funktionell relevante Pylorusmuskulatur gezielt durchtrennt.

Dadurch soll sich der Magenausgang leichter öffnen.

4. Verschluss des Zugangs
Nach Abschluss der Myotomie wird die kleine Eintrittsstelle in der Magenschleimhaut in der Regel mit endoskopischen Clips verschlossen.

Die Behandlung erfolgt damit vollständig von innen.

Für wen kommt eine G-POEM infrage?
G-POEM ist nicht für jeden Patienten mit Übelkeit oder Völlegefühl geeignet.

Die Behandlung kann insbesondere bei ausgewählten Patienten mit gesicherter und therapierefraktärer Gastroparese diskutiert werden.

Wichtige Voraussetzungen sind typischerweise:

charakteristische und relevante Beschwerden
objektiv nachgewiesene verzögerte Magenentleerung
Ausschluss einer mechanischen Verengung
unzureichendes Ansprechen auf Ernährungsanpassung und medikamentöse Therapie
sorgfältige Prüfung möglicher medikamentöser oder metabolischer Ursachen
nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Beschwerden und Magenentleerungsstörung
Die aktuelle AGA-Leitlinie empfiehlt G-POEM deshalb nicht als routinemässige Erstbehandlung, sondern als mögliche interventionelle Therapie bei entsprechend ausgewählten Patienten.

Welche Beschwerden sprechen eher für eine G-POEM?
Die besten Behandlungsergebnisse sind nicht allein von der gemessenen Magenentleerungszeit abhängig.

Besonders relevant sind Beschwerden wie:

ausgeprägte Übelkeit
wiederholtes Erbrechen
postprandiales Völlegefühl
frühe Sättigung
objektiv deutlich verzögerte Magenentleerung
Bei überwiegend bestehenden Bauchschmerzen ohne ausgeprägte Magenentleerungsstörung ist dagegen besonders kritisch zu prüfen, ob eine Behandlung des Pylorus tatsächlich sinnvoll ist.

Wie wird der Schweregrad der Beschwerden gemessen?
Zur standardisierten Beurteilung kann beispielsweise der Gastroparesis Cardinal Symptom Index (GCSI) verwendet werden.

Dabei werden typische Beschwerden wie:

Übelkeit
Erbrechen
frühe Sättigung
Völlegefühl
postprandiales Druckgefühl
systematisch erfasst.

Derartige Scores können sowohl bei der Auswahl geeigneter Patienten als auch zur Beurteilung des Behandlungserfolges nach einer G-POEM hilfreich sein.

Welche Rolle spielt EndoFLIP?
Bei spezialisierten Untersuchungen kann zusätzlich die Dehnbarkeit beziehungsweise Öffnungsfähigkeit des Pylorus untersucht werden.

Hierfür kann eine Functional Luminal Imaging Probe (EndoFLIP) verwendet werden. Sie ermöglicht eine Messung des Durchmessers und der Distensibilität des Pylorus.

Eine ausgeprägte pylorische Dysfunktion könnte bei bestimmten Patienten helfen, den zugrunde liegenden Mechanismus der Gastroparese besser zu verstehen.

Die Bedeutung dieser Messung für die zuverlässige Vorhersage des individuellen Therapieerfolges ist jedoch noch nicht abschliessend geklärt.

Welche Behandlungen sollten vor einer G-POEM versucht werden?
Die Therapie einer Gastroparese erfolgt normalerweise schrittweise.

Am Anfang stehen häufig:

Anpassung von Portionsgrösse und Mahlzeitenfrequenz
fett- und ballaststoffangepasste Ernährung
ausreichende Flüssigkeits- und Kalorienzufuhr
Optimierung der Blutzuckereinstellung bei Diabetes
Behandlung von Übelkeit und Erbrechen
prokinetische Medikamente zur Förderung der Magenentleerung
G-POEM kommt normalerweise erst dann in Betracht, wenn diese Massnahmen keinen ausreichenden Erfolg bringen.

G-POEM oder Botox-Injektion in den Pylorus?
Botulinumtoxin kann endoskopisch in die Muskulatur des Pylorus injiziert werden.

Die Wirkung ist jedoch zeitlich begrenzt, und Studien konnten für die unselektierte Behandlung einer Gastroparese keinen ausreichenden dauerhaften Nutzen zeigen.

Eine routinemässige Botulinumtoxin-Injektion bei Gastroparese wird daher von aktuellen Leitlinien nicht empfohlen.

G-POEM unterscheidet sich grundlegend davon, da die Pylorusmuskulatur nicht vorübergehend medikamentös entspannt, sondern dauerhaft myotomiert wird.

G-POEM oder chirurgische Pyloroplastik?
Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung einer pylorischen Abflussstörung ist die chirurgische Pyloroplastik beziehungsweise Pyloromyotomie.

Bei der G-POEM wird das Behandlungsziel dagegen endoskopisch erreicht. Ein chirurgischer Zugang über die Bauchdecke ist nicht erforderlich.

Welches Verfahren im individuellen Fall vorzuziehen ist, hängt unter anderem von:

Ursache der Gastroparese
Voroperationen
anatomischen Verhältnissen
Begleiterkrankungen
bisherigen Therapien
und der Erfahrung des behandelnden Zentrums
ab.

Für einen generellen Vorteil eines Verfahrens bei allen Patienten reicht die derzeitige Datenlage nicht aus.

Wie erfolgreich ist G-POEM?
Studien zeigen, dass sich bei einem relevanten Anteil sorgfältig ausgewählter Patienten sowohl Beschwerden als auch die objektive Magenentleerung nach G-POEM verbessern können.

Auch randomisierte Untersuchungen mit einer Scheinbehandlung als Vergleich weisen auf einen echten therapeutischen Effekt hin.

Gleichzeitig spricht nicht jeder Patient auf G-POEM an.

Die derzeitige wissenschaftliche Evidenz ist deshalb differenzierter zu betrachten als beispielsweise bei POEM zur Behandlung einer Achalasie. Die 2025 veröffentlichte Leitlinie der American Gastroenterological Association empfiehlt G-POEM ausdrücklich nicht als routinemässige Therapie für alle Patienten mit therapierefraktärer Gastroparese.

Bei sorgfältig ausgewählten Patienten kann die Behandlung jedoch nach Ausschöpfen konservativer Therapieoptionen eine sinnvolle Möglichkeit darstellen.

Welche Risiken hat eine G-POEM?
G-POEM ist ein minimalinvasiver, jedoch technisch anspruchsvoller endoskopischer Eingriff.

Mögliche Komplikationen sind:

Blutungen
Verletzungen der Schleimhaut
Perforationen
Austritt von Luft beziehungsweise CO₂ in umliegendes Gewebe
Entzündungen
Schmerzen nach dem Eingriff
verzögerte Blutungen
selten die Notwendigkeit einer chirurgischen oder weiteren endoskopischen Behandlung
Das Verfahren sollte deshalb durch entsprechend erfahrene interventionelle Endoskopiker durchgeführt werden.

Was geschieht nach einer G-POEM?
Nach dem Eingriff erfolgt zunächst eine klinische Überwachung.

Die Ernährung wird anschliessend stufenweise wieder aufgebaut. Abhängig vom individuellen Verlauf werden zunächst Flüssigkeiten und später weiche beziehungsweise leicht verdauliche Nahrungsmittel eingesetzt.

Im weiteren Verlauf sollte beurteilt werden:

Haben sich Übelkeit und Erbrechen verbessert?
Ist eine normale Nahrungsaufnahme wieder besser möglich?
Hat sich das frühe Sättigungsgefühl reduziert?
Hat sich das Körpergewicht stabilisiert?
Ist weiterhin eine medikamentöse Behandlung notwendig?
Je nach Ausgangssituation kann auch eine erneute objektive Untersuchung der Magenentleerung sinnvoll sein.

Was ist bei Diabetes besonders wichtig?
Eine diabetische Gastroparese stellt eine besondere Herausforderung dar.

Einerseits können erhöhte Blutzuckerwerte selbst die Magenentleerung verlangsamen. Andererseits erschwert eine unvorhersehbare Magenentleerung die zeitliche Abstimmung zwischen Mahlzeiten und Insulinwirkung.

Vor einer interventionellen Behandlung sollte deshalb die diabetologische Situation möglichst gut optimiert werden.

G-POEM kann bei ausgewählten Patienten mit diabetischer Gastroparese eine Therapieoption darstellen, wenn trotz entsprechender konservativer Behandlung weiterhin relevante Beschwerden und eine objektiv deutlich verzögerte Magenentleerung bestehen.

Gastroparese und GLP-1-Medikamente
Medikamente aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten beziehungsweise verwandter Inkretintherapien können die Magenentleerung verlangsamen.

Bei der Abklärung einer vermuteten Gastroparese sollte deshalb immer berücksichtigt werden, welche Medikamente eingenommen werden und ob diese den Untersuchungsbefund beeinflussen könnten.

Eine unter medikamentösem Einfluss gemessene verzögerte Magenentleerung bedeutet nicht automatisch, dass eine dauerhafte Gastroparese vorliegt.

Vor einer irreversiblen pylorusgerichteten Behandlung wie einer G-POEM ist eine sorgfältige Ursachenklärung deshalb besonders wichtig.

Häufige Fragen zur G-POEM
Ist G-POEM eine Operation?
G-POEM ist ein interventionell-endoskopisches Verfahren. Die Behandlung wird mit einem flexiblen Endoskop über den Mund durchgeführt. Ein Schnitt durch die Bauchdecke ist nicht erforderlich.

Wird bei G-POEM ein Teil des Magens entfernt?
Nein. Bei einer G-POEM wird kein Teil des Magens entfernt. Behandelt wird gezielt die Muskulatur des Pylorus.

Ist G-POEM dasselbe wie POEM?
Die Verfahren verwenden eine ähnliche endoskopische Tunneltechnik, behandeln jedoch unterschiedliche Organe.

Bei POEM wird die Muskulatur am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen behandelt, insbesondere bei Achalasie.

Bei G-POEM erfolgt die Myotomie dagegen am Pylorus, also am Übergang vom Magen zum Zwölffingerdarm.

Kann eine G-POEM eine Gastroparese heilen?
G-POEM behandelt insbesondere den Widerstand im Bereich des Pylorus.

Die Ursache einer Gastroparese kann jedoch komplex sein und beispielsweise zusätzlich Veränderungen der Magenmuskulatur oder der Nervensteuerung umfassen.

Deshalb verbessert eine G-POEM nicht bei jedem Patienten sämtliche Beschwerden und stellt keine garantierte Heilung der zugrunde liegenden Erkrankung dar.

Wer profitiert am ehesten von G-POEM?
Am ehesten kommt die Behandlung bei Patienten mit gesicherter, deutlich verzögerter Magenentleerung, relevanten Symptomen und fehlendem Ansprechen auf eine angemessene konservative Therapie infrage.

Die Entscheidung sollte nach einer spezialisierten gastroenterologischen Beurteilung erfolgen.

Reicht eine Gastroskopie zur Diagnose einer Gastroparese?
Nein.

Auch wenn bei einer Gastroskopie Nahrungsreste im Magen gefunden werden, sollte eine Gastroparese normalerweise durch eine objektive Untersuchung der Magenentleerung bestätigt werden.

Muss vor einer G-POEM eine Magenentleerungsmessung erfolgen?
Eine objektive Dokumentation der verzögerten Magenentleerung ist ein zentraler Bestandteil der Patientenselektion.

Die aktuellen Empfehlungen bevorzugen hierfür eine standardisierte Untersuchung über vier Stunden.

Gastroparese-Abklärung bei Vivomed Gastroenterologie Bern
Bei anhaltender Übelkeit, frühem Sättigungsgefühl, postprandialem Völlegefühl oder wiederholtem Erbrechen ist zunächst eine differenzierte Abklärung entscheidend.

Bei Vivomed Gastroenterologie Bern können mögliche strukturelle und funktionelle Ursachen der Beschwerden gastroenterologisch beurteilt werden.

Dabei geht es insbesondere darum,

eine mechanische Ursache auszuschliessen,
eine tatsächliche Magenentleerungsstörung von anderen funktionellen Erkrankungen zu unterscheiden,
mögliche medikamentöse Ursachen zu erkennen,
den bisherigen Therapieverlauf zu beurteilen
und festzustellen, ob eine pylorusgerichtete Behandlung wie G-POEM im individuellen Fall sinnvoll sein könnte.
Gerade vor einem irreversiblen interventionellen Eingriff ist eine präzise Patientenselektion entscheidend.

Gastroparese gezielt behandeln
Gastroparese ist eine komplexe Motilitätsstörung und nicht jede verzögerte Magenentleerung benötigt eine interventionelle Behandlung.

Bei ausgeprägten und anhaltenden Beschwerden trotz Ernährungsanpassung und medikamentöser Therapie kann eine weiterführende spezialisierte Beurteilung sinnvoll sein.

G-POEM bietet bei ausgewählten Patienten mit gesicherter therapierefraktärer Gastroparese eine minimalinvasive Möglichkeit, den Widerstand am Magenausgang dauerhaft zu reduzieren.

Entscheidend für ein gutes Behandlungsergebnis sind jedoch die korrekte Diagnose, eine objektive Dokumentation der Magenentleerungsstörung und die sorgfältige Auswahl geeigneter Patienten.